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Beruf & Berufsbild: Sicherheitsmanager

Berufsbild Sicherheitsmanager

Als Sicherheitsmanager bist du für die Sicherheit und den Schutz von Personen, Gebäuden und Anlagen verantwortlich. Du planst, organisierst und überwachst Sicherheitsmaßnahmen und sorgst dafür, dass diese stets auf dem neuesten Stand sind. Dabei arbeitest du eng mit anderen Abteilungen wie der IT, dem Facility Management und der Geschäftsführung zusammen.

Zu deinen Aufgaben gehört es, Risiken zu erkennen und zu bewerten sowie Maßnahmen zur Risikominimierung zu entwickeln und umzusetzen. Du erstellst Sicherheitskonzepte und Schulungsprogramme für Mitarbeiter und sorgst dafür, dass diese regelmäßig geschult werden. Auch die Überwachung von Sicherheitsanlagen und -systemen sowie die Zusammenarbeit mit externen Sicherheitsdienstleistern gehört zu deinem Aufgabenbereich.

Als Sicherheitsmanager solltest du über ein breites Fachwissen in den Bereichen Sicherheitstechnik, Brandschutz, Arbeitssicherheit und Datenschutz verfügen. Zudem sind Kenntnisse im Bereich der Krisen- und Notfallmanagement sowie der rechtlichen Rahmenbedingungen wichtig. Du solltest in der Lage sein, komplexe Sachverhalte zu analysieren und zu bewerten sowie Entscheidungen zu treffen.

Um als Sicherheitsmanager tätig zu werden, ist in der Regel ein Studium der Sicherheitswissenschaften, der Sicherheitstechnik oder der Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Sicherheitsmanagement erforderlich. Auch eine Ausbildung zum Fachkraft für Schutz und Sicherheit oder eine vergleichbare Ausbildung kann als Einstieg dienen.

Als Berufseinsteiger kannst du mit einem Einstiegsgehalt von etwa 2.500 bis 3.500 Euro brutto im Monat rechnen. Mit steigender Berufserfahrung und Verantwortung kann das Gehalt auf bis zu 6.000 Euro brutto im Monat ansteigen.

Ausbildung zum Sicherheitsmanager

Die Ausbildung zum Sicherheitsmanager ist eine berufsbegleitende Weiterbildung, die in der Regel zwischen 12 und 24 Monaten dauert. Sie richtet sich an Personen, die bereits in der Sicherheitsbranche tätig sind und sich weiterqualifizieren möchten.

Die Inhalte der Ausbildung variieren je nach Bildungseinrichtung und Schwerpunktsetzung, jedoch umfassen sie in der Regel Themen wie Risikomanagement, Sicherheitskonzepte, Gefahrenabwehr, Krisenmanagement, Datenschutz und Compliance. Auch rechtliche Grundlagen und betriebswirtschaftliche Aspekte werden vermittelt.

Der Abschluss der Ausbildung zum Sicherheitsmanager erfolgt in der Regel durch eine Prüfung, die aus schriftlichen und mündlichen Teilen besteht. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Absolventen ein Zertifikat oder eine Urkunde, die ihre Qualifikation als Sicherheitsmanager bescheinigt.

Jobchancen nach der Ausbildung zum Sicherheitsmanager

Die Jobchancen für Sicherheitsmanager sind sehr gut. Denn in Zeiten von steigender Kriminalität und Terrorismus ist die Nachfrage nach Sicherheitspersonal hoch. Unternehmen und öffentliche Einrichtungen setzen vermehrt auf Sicherheitskonzepte und -maßnahmen, um ihre Mitarbeiter und Kunden zu schützen. Auch die Digitalisierung und der Schutz von Daten erfordern immer mehr Sicherheitsmaßnahmen. Daher sind Sicherheitsmanager gefragte Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt.

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Sicherheitsmanager

Um sich als Sicherheitsmanager weiterzuentwickeln und den Anforderungen des Arbeitsmarktes gerecht zu werden, gibt es zahlreiche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Hier eine Auswahl:

  • Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft (IHK): Diese Weiterbildung vermittelt vertiefte Kenntnisse in den Bereichen Sicherheitsmanagement, Recht und Gefahrenabwehr.
  • Sicherheitsfachkraft (IHK): Hier werden die Teilnehmer in den Bereichen Arbeitssicherheit, Brandschutz und Notfallmanagement geschult.
  • Security Consultant (IHK): Diese Weiterbildung vermittelt Kenntnisse in den Bereichen Risikoanalyse, Sicherheitskonzepte und -planung sowie Krisenmanagement.
  • Master of Security Management: Dieser Studiengang vermittelt vertiefte Kenntnisse in den Bereichen Sicherheitsmanagement, Risikomanagement und Krisenmanagement.
  • IT-Sicherheitsbeauftragter (IHK): Hier werden die Teilnehmer in den Bereichen IT-Sicherheit, Datenschutz und Compliance geschult.

Gehalt als Sicherheitsmanager nach der Ausbildung in Deutschland

Das Gehalt als Sicherheitsmanager nach der Ausbildung kann stark variieren und hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel der Branche, dem Unternehmen und der Berufserfahrung. Laut aktuellen Daten des Portals Gehalt.de verdient ein Sicherheitsmanager in Deutschland im Durchschnitt zwischen 40.000 und 70.000 Euro brutto im Jahr.

Einsteiger in diesem Beruf können mit einem Einstiegsgehalt von etwa 35.000 Euro brutto im Jahr rechnen. Mit steigender Berufserfahrung und Verantwortung kann das Gehalt auf bis zu 100.000 Euro brutto im Jahr ansteigen.

Zusätzlich können auch weitere Faktoren wie Boni, Prämien und Zusatzleistungen das Gehalt beeinflussen. Auch die Region, in der man arbeitet, kann eine Rolle spielen. In Ballungsräumen und Großstädten sind die Gehälter oft höher als in ländlichen Regionen.

Weiterführende Links für den Beruf Sicherheitsmanager

Relevante Webseiten oder Verbände:

Jobbörsen:

Als Sicherheitsmanager ist es wichtig, sich über aktuelle Entwicklungen und Trends in der Branche auf dem Laufenden zu halten. Der Verband der Sicherheitsunternehmen Deutschlands e.V. (VdS) bietet hierfür eine gute Anlaufstelle. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist eine wichtige Institution im Bereich der IT-Sicherheit und bietet ebenfalls relevante Informationen für Sicherheitsmanager. Wer auf der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung ist, kann auf Jobbörsen wie Security-Jobs.net oder StepStone fündig werden. Hier werden regelmäßig Stellenangebote für Sicherheitsmanager ausgeschrieben.