Razzia bei Goldankaufgeschäften: Behörden stellen zahlreiche Verstöße fest

Gold Ankauf Verkauf
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Einsatzkräfte haben am Donnerstagnachmittag, 28. Mai, insgesamt zwölf Goldankaufgeschäfte im bergischen Städtedreieck und in der Region Rhein-Wupper kontrolliert. Dabei stellten die Ermittler zahlreiche Verstöße fest. Zudem wurden Bargeld und Edelmetalle sichergestellt.

Koordiniert wurde die Aktion von der Gemeinsamen Koordinierungsstelle Rhein-Wupper, in der Wuppertal, Solingen, Remscheid, Leverkusen und Langenfeld zusammenarbeiten. Ausgelöst worden waren die Kontrollen durch die Gewerbeämter der beteiligten Städte. An dem Einsatz waren zahlreiche Behörden beteiligt, darunter die Bezirksregierungen Düsseldorf und Köln, Finanzämter, das Landesamt für Finanzkriminalität, die Staatsanwaltschaft Wuppertal, Jobcenter und die Polizei.

Goldankauf steht unter besonderer Aufsicht

Goldankaufgeschäfte gelten nach der Gewerbeordnung als besonders überwachungsbedürftig. Deshalb prüfen die zuständigen Behörden die Zuverlässigkeit der Betreiber besonders genau. Viele dieser Händler werben in Zeitungen oder online mit hohen Auszahlungen. Häufig verkaufen Bürgerinnen und Bürger ihren Schmuck dabei jedoch deutlich unter Wert. Teilweise werden sogar Hausbesuche angeboten, obwohl der Goldankauf im Reisegewerbe gesetzlich unzulässig ist.

Kontrollen führen zu direkten Folgen

Die Überprüfungen hatten in mehreren Fällen sofortige Konsequenzen. Einige Betreiber schlossen ihre Geschäfte noch während der Kontrollen oder kündigten an, dies in den nächsten Tagen zu tun. In anderen Läden trafen die Einsatzkräfte überhaupt keine Verantwortlichen an, obwohl für genau diesen Tag großflächige Werbeaktionen in der örtlichen Presse geschaltet worden waren.

Die Gewerbeüberwachung bereitet nun in mehreren Fällen Verfahren vor, um Betrieben die weitere Tätigkeit wegen fehlender Zuverlässigkeit zu untersagen. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass in einzelnen Fällen Strohmänner als Betreiber vorgeschoben werden oder Gewerbeanmeldungen ganz fehlen.

Mängel bei Waagen, Herkunftsnachweisen und Kassenführung

Auch bei der Ausstattung und der Buchführung der kontrollierten Geschäfte fanden die Behörden erhebliche Unregelmäßigkeiten. Mehrere Waagen wiesen Auffälligkeiten auf, obwohl sie für die exakte Bewertung von Edelmetallen eine zentrale Rolle spielen. Hinzu kam, dass die Herkunft vorhandener Waren oft nicht nachvollziehbar belegt werden konnte.

Deshalb stellten die Beamten in einem Geschäft Münzen und Goldbarren sicher. An einem anderen Standort entdeckten sie hochwertige Limousinen, die mitten in den Geschäftsräumen abgestellt waren. Daraus ergibt sich nun zusätzlich ein bauordnungsrechtliches Verfahren. Weitere Überprüfungen laufen wegen möglicher Verstöße gegen das Geldwäschegesetz und wegen mangelhafter Kassenführung.

Verdacht auf Sozialbetrug in mehreren Fällen

Besonders häufig stießen die Ermittler auf Hinweise auf möglichen Sozialbetrug. Mehrere angetroffene Beschäftigte bezogen Leistungen vom Jobcenter, hatten ihre Tätigkeit aber offenbar nicht gemeldet. Ein Mitarbeiter räumte nach Angaben der Behörden sogar ein, dass der Betrieb für Kontrollen bewusst falsche Minijob-Verträge bereithalte.

Bei zwei dieser Beschäftigten fanden die Einsatzkräfte Bargeld in hoher vierstelliger Höhe. Die zuständigen Jobcenter prüfen nun, ob zu Unrecht gezahlte Leistungen von den Betroffenen zurückgefordert werden müssen.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Stadt Wuppertal/Veröffentlicht am 29.05.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.