Die historische Lokomotive E 11 der Stadt Leverkusen ist vor der Verschrottung bewahrt worden. Mithilfe eines privaten Eisenbahnunternehmens aus Ratingen konnte für die 113 Jahre alte Lok eine neue dauerhafte Heimat gefunden werden. Künftig wird ihre Geschichte auf dem Gelände der Railflex GmbH weitergeführt.
Die Stadt Leverkusen hatte im April 2024 von einem Rückkaufrecht Gebrauch gemacht und die elektrische Lokomotive E 11 auf Wunsch der örtlichen Politik von der Salzburg AG zum Schrottwert zurückerworben. Die Lok besitzt einen engen historischen Bezug zur Region, da sie bis in die 1980er Jahre hinein auf Gleiswegen in Hitdorf, Rheindorf und Monheim am Rhein eingesetzt wurde. Danach war sie vor allem in Österreich für Tunnel- und Rangierarbeiten im Einsatz, bevor sie 2022 außer Dienst gestellt wurde. Für den Rücktransport aus Salzburg entstanden der Stadt damals keine Kosten.
Seit sich die finanzielle Lage der Stadt Leverkusen im August 2024 deutlich verschärft hatte, verursachte die Lokomotive keine zusätzlichen Belastungen für den städtischen Haushalt. Zugleich war aber klar, dass eine Finanzierung für einen vorübergehenden Stellplatz, einen späteren Transport, eine Aufstellung im Stadtgebiet als Denkmallokomotive, die weitere Instandhaltung, eine Rücklackierung in den Ursprungszustand sowie Haftung und Versicherung als freiwillige Leistungen nicht möglich sein würden. Auch potenzielle Sponsoren konnten wegen der hohen Kosten im oberen fünfstelligen Bereich nicht gewonnen werden.
Trotzdem konnte sowohl eine Verschrottung als auch der Verfall der Lok verhindert werden. Möglich wurde das durch einen Dauerleihvertrag zwischen der Stadt Leverkusen und der Firma Railflex. Vereinbart wurde, dass Railflex den Abtransport der Lok über den Gleisweg auf eigene Kosten übernimmt und sie zugleich wieder in ihren historischen Zustand umlackieren lässt. Die E 11 soll künftig als Dauerleihgabe und Museumslok auf dem Firmengelände der Railflex GmbH ausgestellt werden. Vorgesehen ist, dass die Lok bereits zum Tag der offenen Tür des Unternehmens am 12. September 2026 in historischer Lackierung zu sehen sein wird.
Der Geschäftsführer der Railflex GmbH, David Uhr, machte deutlich, dass ihm der Erhalt und die optische Rückführung der Lok in ihr Farbkleid der 1970er- und 1980er-Jahre besonders am Herzen liege. Er verwies darauf, dass er einen großen Teil seiner Kindheit und Jugend in Monheim verbracht habe und sich immer gefreut habe, wenn ihm ein Zug begegnet sei. Vermutlich sei dort auch seine Begeisterung für die Eisenbahn und der Wunsch nach seinem heutigen Traumberuf entstanden.
Oberbürgermeister Stefan Hebbel dankte der Railflex GmbH ausdrücklich für das Engagement und die langfristige Sicherung der historischen Lokomotive. Er hob hervor, dass es besonders vorbildlich sei, dass das Unternehmen die Lok nicht nur übernehme, sondern auch auf eigene Kosten wieder in ihren historischen farblichen Zustand zurückversetze.
Railflex ist ein inhabergeführtes Eisenbahnverkehrsunternehmen aus Ratingen, das vor allem regional tätig ist. Das Unternehmen transportiert unter anderem Waggons des sogenannten Henkelzugs mit Kosmetikprodukten nach Monheim und Düsseldorf-Reisholz. Darüber hinaus ist Railflex auch für die Montan- und Chemieindustrie im Einsatz. Bereits 2016 hatte das Unternehmen den Bereisungswagen B405 übernommen, der auch als Salzburgwagen bekannt ist und zuvor bei den Bahnen der Stadt Monheim genutzt wurde. Heute kann dieser Wagen für besondere Fahrten und Ausflüge inklusive Catering gebucht werden. Auch historische Zugfahrten des Eisenbahnmuseums Bochum werden unter der Regie von Railflex durchgeführt.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Stadt Leverkusen/Veröffentlicht am 01.06.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.
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