Funkloch an der L74 in Wuppertal geschlossen

Handy im Funkloch
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Das bislang größte Funkloch Wuppertals ist beseitigt: Durch eine gemeinsame Initiative wurde im Bereich der L74 nahe der Kläranlage Buchenhofen ein Mobilfunkmast der Telekom errichtet. Damit ist die jahrelang bestehende Netzlücke in diesem Abschnitt geschlossen.

Viele Anwohnerinnen und Anwohner sowie Beschäftigte und Gäste kannten die Folgen des „weißen Flecks“ aus eigener Erfahrung: Ohne Empfang konnten in Notlagen teils keine Notrufe abgesetzt werden, sodass Betroffene auf andere Wege ausweichen mussten – mit spürbaren Risiken in kritischen Situationen. Zudem kam es mehrfach zu Hubschraubereinsätzen, weil sich Wandernde im angrenzenden Waldgebiet verirrt hatten und nicht mehr zurückfanden. Obwohl die Stadt wiederholt versucht hatte, andere Mobilfunkanbieter für einen Mastbau zu gewinnen, blieb der Bereich bis zuletzt unversorgt.

Dr. Sandra Zeh und Nasim Veith-Eichmann wurden im Zusammenhang mit dem neuen Standort genannt und waren vor Ort am Mast präsent.

Sicherheit und Lebensqualität vor Ort

Die Dezernentin für Digitalisierung, Sandra Zeh, erklärte, mit dem Schließen der größten Netzlücke gehe es nicht nur um Technik, sondern auch um mehr Sicherheit und Lebensqualität für Anwohnende, Besuchende und Rettungskräfte. Eine flächendeckende Mobilfunkversorgung sei heute grundlegend, weil sie sowohl den digitalen Alltag ermögliche als auch verlässliche Notrufverbindungen in Situationen, in denen zuvor oft kein Empfang vorhanden gewesen sei. Zugleich verdeutliche das Projekt, wie durch Zusammenarbeit von Stadt und Netzbetreibern Infrastruktur gezielt dort gestärkt werde, wo sie benötigt werde – und wie dadurch Erreichbarkeit und Aufenthaltsqualität im Stadtgebiet langfristig steigen könnten.

Enge Zusammenarbeit von Stadt, Wupperverband und Telekom

Realisiert wurde das Vorhaben durch die abgestimmte Zusammenarbeit der Stadt Wuppertal, des Wupperverbands und der Telekom. Frank Harksel, Mobilfunkbeauftragter der Telekom in Nordrhein-Westfalen, schilderte, dass die Ausgangslage im engen Wuppertal für einen neuen Standort besonders anspruchsvoll gewesen sei. Zusätzlich habe die Lage im Naturschutzgebiet die Umsetzung erschwert. Umso erfreulicher sei es, dass gemeinsam mit Stadt und Wupperverband ein geeigneter Platz gefunden worden sei. Außerdem sei in enger Abstimmung eine Lösung für Strom- und Glasfaseranbindung erarbeitet worden.

Weitere Anbieter sollen folgen

Mit dem neuen Mast soll in dem Gebiet nun zuverlässig telefoniert und im Notfall ein Notruf abgesetzt werden können. Mobilfunkkoordinatorin Nasim Veith-Eichmann ordnete den Standort als wichtiges Signal für die Sicherheit der Menschen in Wuppertal und Solingen ein. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass sie sich weiterhin dafür einsetzen werde, dass auch weitere Anbieter den Mast nutzen, um die Netzabdeckung in diesem Bereich weiter auszubauen.

Hintergrund zur Telekom-Anlage

Der Standort liegt auf dem Gelände der Kläranlage Buchenhofen. Für die Anbindung kann die Telekom Teile der dort vorhandenen Glasfaserinfrastruktur mitverwenden. Die Stromversorgung erfolgt nachhaltig über die Biogasproduktion der Anlage. Der Stahlgittermast ist 25 Meter hoch und steht auf einer Anhöhe, sodass die notwendige Gesamthöhe erreicht wird, um auch die wichtige Verbindungsstraße L74 mit Mobilfunk zu versorgen. Installiert ist moderne Antennentechnik für LTE und 5G. Die Statik ist so ausgelegt, dass andere Netzbetreiber den Mast bei Bedarf mitnutzen können.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Stadt Wuppertal/Veröffentlicht am 09.02.2026