Zwischenfazit zum Grundwasser-Pumpversuch

Bergisch Gladbach Nach einer Woche Pumpversuch hat das städtische Abwasserwerk bereits wesentliche Erkenntnisse über das Grundwasserverhalten im Bereich der Bergisch Gladbacher Innenstadt gewinnen können. So stellte sich klar heraus, dass sich der von der Schnabelsmühle zur Buchmühle veränderte Entnahmestandort für die Grundwasserabsenkung im Bereich der Innenstadt gut eignet. Auch die Leistung der eingesetzten Pumpe ist ausreichend dimensioniert, um das Grundwasser zuverlässig abzusenken. Die Zanders-Pumpe, die Grundwasser im Pumpenhaus Paas an der Schnabelsmühle entnimmt, bleibt für die Dauer des Versuches abgeschaltet.

Beim Pumpversuch wurde so vorgegangen, dass zunächst der Grundwasserstand auf einen „sicheren“ Grundpegel abgesenkt und im Anschluss regelmäßig um 25 cm erhöht wurde. Es konnte anhand von Kontrollen an 15 Messstellen im Innenstadtbereich nachvollzogen werden, dass das Grundwasser plan- und gleichmäßig angestiegen ist. Referenzpunkt für den Versuch ist die Tiefgarage des Bürgerhauses Bergischer Löwe am Konrad-Adenauer-Platz, die zu einem der tiefsten Bauwerke in der Stadtmitte zählt.

Sobald das Grundwasser in die Tiefgarage drückt, ist das kritische Niveau, welches es aufgrund des Wasserrechts zu ermitteln gilt, erreicht. Dies ist bislang – bei etwa 1,75 m Erhöhung des Spiegels, gerechnet ab der tiefsten Absenkung – noch nicht eingetreten. Daher wird der Versuch in den kommenden Tagen weiter fortgesetzt.

Ziel des Pumpversuchs ist es, in Vorbereitung auf das baldige Ausschalten der Zanders-Pumpen in der Innenstadt von Bergisch Gladbach Erkenntnisse über das Grundwasserregime zu erlangen und auf dieser Basis ein Wasserrecht beim Rheinisch-Bergischen Kreis zu erwirken. Die Stadt möchte sich hiermit in die Lage versetzen, den Grundwasserspiegel dauerhaft niedrig zu halten, um das Hab und Gut der Einwohnerinnen und Einwohner in der Innenstadt zu schützen.

Die Stadt hatte im Vorfeld des Versuches die Bürgerinnen und Bürger in der Innenstadt gebeten, sich zu melden, falls Sie Vernässungen in Ihren Kellern feststellen sollten, damit der Grundwasserstand umgehend angepasst werden kann. Bisher hat sich hierauf eine geringe Anzahl an Personen gemeldet, deren Meldungen aufgrund der Entfernung zum Versuchsgeschehen und des hiervon unabhängigen Grundwasser-Einzugsgebietes jedoch nicht mit dem Pumpversuch in Verbindung stehen.

 

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