„Rose für Rösrath“ an Leonore Sünner und Gabriele Reicherts verliehen

Rösrath Das Rosenfest in Rösrath lockt alljährlich Besucherinnen und Besucher aus nah und fern an. Der Innenhof des Schloss Eulenbroich hatte sich auch in diesem Jahr in eine duftende Rosenlandschaft verwandelt. Ein Höhepunkt des bunten Programms war die Verleihung der „Rose für Rösrath“ an die neuen Rosenträgerinnen. 

„Tu was dann tut sich was“ und „Für Dich solls rote Rosen regnen“ sangen Freunde und Gäste vielstimmig auf dem romantischen Schlosshof  für die Rösratherinnen Leonore Sünner und Gabriele Reicherts, 

Seit 2005 werden in Rösrath Frauen geehrt, die sich ehrenamtlich um das Allgemeinwohl der Stadt verdient gemacht haben. Für 2021 haben die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Elke Günzel, gemeinsam mit Heidi Meurer als Sprecherin des Gremiums der Rosenträgerinnen und die Bürgermeisterin Bondina Schulze die beiden neuen Preisträgerinnen Leonore Sünner und Gabriele Reicherts gewählt. 

Die Bürgermeisterin betonte in ihrer Laudatio, dass Leonore Sünner von Beginn der ersten Stunde an im Bereich der Flüchtlingshilfe engagiert war. Viele Jahre hat sie sich aktiv ins Stadtleben eingebracht. 

Ihr Lebensmotto: Es sind Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen. Bereits 1991, als die ersten Flüchtlinge aus Bosnien nach Rösrath kamen, engagierte sie sich im Kreis der „internationalen Nachbarschaft“. Ihre Nachbarn waren Flüchtlinge und es war ihr bereits zu diesem Zeitpunkt ein tiefes Bedürfnis sich für diese Menschen einzusetzen. 2014 „marschierte“ Leonore Sünner, pragmatisch wie sie nun mal veranlagt ist, zur Stadt und fragte nach, was die Stadt zu tun gedenke, wenn die bereits angekündigte Flüchtlingswelle aus Syrien, Afrika etc., kommen würde? O-Ton: Sünner: „Laufen die an Rösrath nach Overath vorbei oder wie?“ Zum damaligen Zeitpunkt war sie Mitglied im Kirchenvorstand der Evangelischen Gemeinde.

In Rösrath wurde 2015 die Flüchtlingshilfe Rösrath gegründet, in Zusammenarbeit mit den kirchlichen Gemeinden und der Stadt. Gemeinsam mit Frau Tautz koordinierte sie Hilfsangebote für Rösrather Bürger*innen. Seither ist sie aus dem Bereich der Flüchtlingshilfe nicht mehr wegzudenken.

Die zweite Rose erhielt Gabriele Reicherts. Die Glasdruckerin wirkt seit vielen Jahren aktiv am Gemeindeleben mit, zunächst im Kinder- und Jugendbereich. Im Vorstand der Kita kümmerte sie sich um alle anfallenden Dinge, um die Leitung zu unterstützen und knüpfte hierüber Kontakte in die Rösrather Kunst- und Kulturszene. Im Jahr 2004 wurde Gabriele Reicherts dann anlässlich einer Künstlerausstellung zum 25-jährigen Bestehen in der damaligen Lederfabrik in Rösrath zur Vorsitzenden des Komitees gewählt. Im Jahr 2005 gründete sie den Verein Künstler in Rösrath e.V., kurz KiR genannt, deren Vorsitz sie bis heute innehat. Seit 16 Jahren geht im Kulturverein KIR nichts ohne Gabriele Reicherts, keine Ausstellung ist ihr zu viel. Auch sie hat bereits frühzeitig Kontakt zur Stadt Rösrath gesucht, und hat Künstlertreffs am Bahnhof Hoffnungsthal organisiert und bis heute bringt sie sich ein für Künstler*innen in Rösrath.

Gemeinsam mit der Bürgermeisterin überreichte Heidi Meurer den Geehrten jeweils einen Rosenstock. Leonore Sünner erhielt einen Rosenstock Namens „Zwergrose Portofino“. Die Beetrose „Mango“ ging an Gabriele Reicherts. Steffen Lindner, Garten-Mentor & Berater stiftete die Rosen für die Preisträgerinnen. Die Bürgermeisterin endete mit den Worten „Tu was dann tut sich was“, in der Hoffnung, dass die Rosenträgerinnen zum Nachahmen anregen.

 

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