Update zur Flutsituation in Leichlingen

Leichlingen Die Landesregierung Nordrhein-Westfalens hat gestern bekanntgegeben, wie sich die Soforthilfe für die Betroffenen der Starkregenkatastrophe gestaltet. 200 Millionen Euro werden vom Land NRW zur Verfügung gestellt, die Bundesregierung hat angekündigt, noch mal 200 Millionen Euro dazuzugeben. Folgende Gruppen können ab sofort Anträge auf Soforthilfe stellen: betroffene Bürger*innen, Unternehmen und Angehörige freier Berufe, Landwirt*innen. Auch die Kommunen erhalten Soforthilfen. Das hat das Landeskabinett am Donnerstag, 22. Juli 2021, in einer Sondersitzung beschlossen. Die Kreise werden die Mittel in eigener Zuständigkeit auf die Städte und Gemeinden verteilen. Der Rheinisch-Bergische Kreis erhält 500.000 Euro Soforthilfe.

Die Anträge können bis zum 31. August 2021 gestellt werden. Zunächst wird schnelle Hilfe für folgende Gruppen bereitgestellt: Hilfe für Bürger*innnen, Hilfe für gewerbliche Wirtschaft und freie Berufe, Hilfe für Landwirt*innen und land- und forstwirtschaftliche Betriebe.

Anträge unter:

Müll

Der Müllabtransport aus den Leichlinger Straßen geht weiterhin gut voran. Vom Zwischenlager in der Balker Aue werden täglich circa 1.320 Kubikmeter Müll nach Leverkusen abtransportiert. Parallel kommt aber natürlich weiterhin neuer Müll aus dem Stadtgebiet dazu. Rund 20.000 Kubikmeter Müll sind im Zuge der Starkregen-Katastrophe in Leichlingen angefallen, das übertrifft das sonstige Jahresvolumen.

Sparkassenmobil

Auch Nutzer*innen anderer Banken können jetzt kostenfrei Bargeld im Sparkassenmobil abheben. Das Mobil steht montags bis freitags zwischen circa 10 und 16 Uhr vor der Filiale an der Neukirchener Straße.

Regen am Samstag

Für Samstag ist eine weitere Regenfront angesagt. Die Mitarbeiter*innen von Tiefbauamt, Bauhof und Abwasserbetrieb haben dafür gesorgt, dass die Stadt gut vorbereitet ist. Die Abläufe in der Stadt sind freigespült, sodass das Wasser problemlos abfließen kann. Die Kolleg*innen vom städtischen Bauhof haben vorgestern Abend außerdem den Muhrbach, den Weltersbach und den Wersbach von umliegendem Grün bestmöglich freigeschnitten und sämtliche Abflüsse bestmöglich freigeräumt. Der geminderte Ablauf der Talsperre Diepental wurde freigelegt, sodass die Talsperre auf das von der Bezirksregierung angeordnete Niveau abgesenkt wird.

Strom

Die EVL arbeitet weiter daran, den Strom im Stadtgebiet wiederherzustellen. Leider ist dabei ein größeres Problem im Stromcluster im Gebiet der Sekundarschule und Staderhof aufgefallen. Die dort über die Wupper laufenden Kabel sind von Bäumen im Zuge des Starkregens umfassend beschädigt worden. Acht Verteilerkästen im Stadtgebiet werden eigentlich über diese Wupperverbindung versorgt. Daran hängen circa 500 Haushalte, in denen daher aktuell noch kein Strom vorhanden ist. Es besteht Hoffnung, dass die Verbindung provisorisch über die Juckelbrücke geführt werden kann, bis die umfassenden Erneuerungsarbeiten erledigt werden können. Die Juckelbrücke ist aber leider selbst vom Unwetter stark betroffen. Die EVL prüft aktuell die Lage vor Ort.

 

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