LOLA Corona-Pass macht Pause: Pilotprojekt erfolgreich beendet

Bergisch Gladbach Die Inzidenzen sinken, die Einschränkungen sind gelockert, Test- und Impfnachweise werden nur noch in wenigen Einzelfällen gefordert. Zeit für den LOLA-Corona-Pass, eine wohlverdiente Pause einzulegen und auf erfolgreiche sieben Wochen zurückzublicken, die den Bergisch Gladbacher Bürgerinnen und Bürgern den Zutritt zu Geschäften, Dienstleistungen und Gastronomie stark erleichtert haben.

„Bergisch Gladbach macht’s einfach – mit dem LOLA Corona-Pass“, so lautete der Slogan der städtischen Kampagne, die am 11. Mai 2021 gestartet wurde. Auf Initiative und Wunsch des städtischen Stabes für Außergewöhnliche Ereignisse (SAE) war das Wuppertaler Unternehmen Lorent IT-Lösungen mit viel Herzblut und Kreativität in die Entwicklung eingestiegen. Gemeinsam schuf man ein Pilotprojekt, das die Stadt kostenfrei nutzen konnte.

Stadtkämmerer Thore Eggert ist seit kurzem in Nachfolge von Feuerwehr-Chef Jörg Köhler neuer Leiter des SAE; er hat das LOLA-Projekt gemeinsam mit dem Team seiner Stabsstelle Digitalisierung und der städtischen Feuerwehr von Anfang an aktiv begleitet. Die Überzeugung, mit der Durchführung der Aktion eine gute Entscheidung getroffen zu haben, ist ihm bis heute geblieben: „Der LOLA Corona-Pass hat den Bergisch Gladbachern ein Stück Freiheit gebracht, schon lange bevor die Inzidenzen sanken und die Regelungen gelockert wurden.“

Der Corona-Pass in Form eines Armbandes, das ohne Registrierung persönlicher Daten auskommt und über eine einfache Scanfunktion Aufschluss über erfolgte Testungen und Impfungen gibt, erregte Interesse weit über die Stadtgrenzen hinaus. Auch die Bergisch Gladbacher Bevölkerung nahm das Angebot gut an. Insgesamt 6.206-mal erhielten frisch getestete, genesene oder fertig geimpfte Bürgerinnen und Bürger das fälschungssichere Bändchen angelegt. Gespeichert waren darauf überwiegend Testergebnisse, aber auch geimpfte Personen fragten den Corona-Pass nach – genau 663-mal. Als Tag der höchsten Ausgabefrequenz konnte der 22. Mai mit 519 Bändchen festgestellt werden. Eine Abfrage der Testergebnisse – z.B. beim Eintritt in ein Geschäft oder ein Restaurant – fand mehr als 25.000-mal statt.

Die Mehrzahl der Testzentren im Stadtgebiet hatte sich bereit erklärt, den LOLA Corona-Pass neben ihren hauseigenen Testbestätigungen anzubieten; auch Einzelhändler, Dienstleister und insbesondere Gastronomen waren hinsichtlich der städtischen Lösung sehr aufgeschlossen und trugen das Projekt mit. Eggert ist sicher: „Die Nachfrage nach dem LOLA Corona-Pass hätte sich noch stärker entwickelt, wenn die Inzidenzen – glücklicherweise – sich nicht so schnell nach unten bewegt hätten und ein Testnachweises damit immer weniger notwendig wurde.“

Insgesamt ist Eggert sehr zufrieden über den Projektverlauf: „Es war unsere Absicht, den Bürgerinnen und Bürgern Erleichterungen zu schaffen, aber auch der Wirtschaft eine wirksame Hilfestellung zu geben. Der Zutritt wurde an vielen Stellen einfacher, was für die Gewerbetreibenden und insbesondere die Gastronomen von großem Nutzen war. Darüber hinaus hat die Zusammenarbeit der Stadt mit dem IT-Dienstleister für beide Seiten viele neue Erkenntnisse gebracht und geholfen, die gesellschaftlichen und ökonomischen Auswirkungen der Pandemie wirksam in Schach zu halten. Besonderer Dank gilt hier neben der Firma Lorent insbesondere auch den Betreibern der Teststellen, die den Mehraufwand der Bändchenausgabe bereitwillig geleistet haben.“

Maximilian Lorent, Geschäftsführer von Lorent IT-Lösungen, freut sich über ein Produkt, dass schon während seiner Nutzungszeit in unserer Stadt von vielen weiteren Kommunen angefragt wurde: „Durch das Pilotprojekt in Bergisch Gladbach halten wir nun eine Service in der Hand, der nicht nur im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie nützlich ist, sondern der bereits jetzt von vielen Stellen dort angefragt wird, wo ohne Erfassung personenbezogener Daten beliebige Informationen einzelnen Personen zugeordnet  werden sollen.“

So beschäftigte sich auch eine Seminargruppe der FHDW Bergisch Gladbach mit der Frage, welche Zusatznutzen auf der Grundlage der LOLA-Software möglich sind – mit spannenden Ergebnissen. Sowohl ein Belohnungs- und Anreizsystem für Bändchenträger als auch ein Zusatzmodul zur Marktforschung wurden von den Studierenden konzipiert.

Einen der möglichen Anlässe, LOLA wiederzubeleben und auszubauen, möchten die Verantwortlichen von Stadt und IT-Dienstleister aber am liebsten von vornherein ausschließen: „Eine vierte Corona-Welle möge der Himmel verhüten.“

 

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