Am Tag der Operation schon wieder mobil

Bergisch Gladbach Seit zwei Jahren ist Dr. med. Marc K. Schuler Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie am Evangelischen Krankenhaus Bergisch Gladbach und hat in dieser Zeit zahlreiche innovative Behandlungsmethoden etabliert, mit denen die Patienten nach einem Eingriff viel schneller mobil sind als bislang: „Unsere Patienten laufen nach Bein- Becken- oder Wirbelsäuleneingriffen am OP-Tag typischerweise wieder unter Vollbelastung. Nach Operationen an den Armen ist eine vollständige Bewegung (essen, Haare frisieren) typischerweise direkt nach dem Aufwachen aus der Narkose wieder möglich und sinnvoll“, beschreibt Dr. Schuler die Auswirkungen der modernen Implantate und Operationsmethoden. Die meisten Eingriffe werden heutzutage minimalinvasiv durchgeführt, was sich oft durch kleine Hautschnitte mit kosmetischen Nähten auszeichnet.

Beispiel künstliches Kniegelenk: „Wir operieren mit bewährten Implantaten nach den modernsten Empfehlungen der Fachgesellschaften, wodurch Blutungen während und Schmerzen nach der OP weitgehend verhindert werden“, sagt Dr. Schuler. Dadurch können Patienten noch am Tag der Operation ihr Knie bis zu 100 Grad beugen und somit später wieder problemlos Fahrradfahren. Der Einsatz des früher üblichen, auch Muskeln lähmenden, Schmerzkatheters ist somit ebenso passé wie das Einlegen von Drainagen, da die Patienten so gut wie keinen Blutverlust mehr haben.

Der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie für Spezielle Unfallchirurgie legt großen Wert darauf, dass in seiner Klinik stets nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und mit den besten Materialien gearbeitet wird. „Wir setzen die besten uns bekannten Implantate ein. Was diese leisten, das können viele andere auf dem Weltmarkt nicht“, so Dr. Schuler und verweist unter anderem auf künstliche Knie-, Hüft- und Schultergelenke. Am EVK werden Patienten beispielsweise mit modularen Schulterprothesen versorgt, die exakt an die individuellen Bedürfnisse und anatomischen Gegebenheiten angepasst werden können. Die Implantate bestehen aus mehreren Einzelteilen und die einzelnen Zwischenstücke gibt es mit exakt anpassbarer Größe. Das Beste hierbei: Sollte es nach einigen Jahren zu sogenannten Revisionseingriffen kommen, muss nicht die komplette Prothese, sondern nur das jeweils verschlissene Zwischenstück ausgetauscht werden.

Für Schulterprothesen ist nur ein wenige Zentimeter langer Hautschnitt nötig. Die kosmetischen Hautnähte zum Verschließen sind durchsichtig und lösen sich nach einiger Zeit von selbst wieder auf, müssen also nicht gezogen werden. Wie patientenorientiert Dr. Schuler arbeitet, zeigt das Beispiel eines Sportlers, dessen Schulter ein Tattoo mit dem Gesicht seiner Tochter ziert. Den Hautschnitt machte der Chefarzt zur notwendigen Operation am Rande des tätowierten Bildes, ohne es zu beschädigen. Kombiniert mit einer kosmetischen Hautnaht war später nichts davon mehr zu sehen unter Ausnutzung aller Vorteile, die die Operation geboten hat.

Dass die von Dr. Schuler angestrebte schnelle Mobilisierung außer an den Beinen und Wirbelsäulen auch bei den Arm- und Schulteroperationen gelingt, zeigt das typische Bild, wenn der Arzt seine Patienten nach dem Eingriff im Patientenzimmer zur Visite besucht: „Dann liegen sie oft im Bett und begrüßen mich mit hinter dem Kopf verschränkten Händen. Vor der OP konnten viele von ihnen ihren betroffenen Arm überhaupt nicht mehr anheben, die sich jetzt schon direkt nach dem Eingriff kämmen und ihre Haare machen“, freut sich der Chefarzt.

Das Behandlungsspektrum der von Dr. Schuler geleiteten Klinik am EVK deckt die gesamte Orthopädie und Unfallchirurgie mit den Schwerpunkten Knie, Hüfte, Schulter und Wirbelsäule mit Becken ab und kennt auch beim Alter keine Grenzen, das vom Säugling bis zum Senior reicht. Für die Therapie und Betreuung der Patienten steht ein hoch qualifiziertes und motiviertes Team aus Ärzten sowie Pflegekräften bereit.

Die Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie ist erst kürzlich als EndoProthetikZentrum (EPZ) mit Dr. Schuler als Leiter und Hauptoperateur durch eine Rezertifizierung ausgezeichnet worden. Mit diesem Zertifikat ist gewährleistet, dass künstliche Gelenke nach den neuesten wissenschaftlichen Leitlinien und nach vorgegebenen Behandlungspfaden eingebaut werden. Zwei weitere wichtige Voraussetzungen für das Zertifikat: Jeder operierende Arzt implantiert mindestens 50 künstliche Knie- und Hüftgelenke pro Jahr und alle an der Behandlung des Patienten beteiligten Einrichtungen wie zum Beispiel die Physiotherapie, Sozialdienst, Radiologie etc. sind von vornherein eingebunden. „Diese Vorgaben dienen dazu, ein hohes Maß an Patientensicherheit und Versorgungsqualität sicherzustellen“, erklärt Dr. Schuler.

 

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