Sinnesgarten für das „Haus Am Konradsberg“

Wiehl Mit Unterstützung der Stadt Wiehl, der Bergische Grauwacke Steinbruchbetriebsgesellschaft und der Firma Smartrac konnte für die Bewohner von „Haus Am Konradberg“ ein Sinnesgarten geschaffen werden.

Gewidmet ist der neue Garten am Haus Am Konradsberg, einem Wohnhaus der HBW Haus für Menschen mit Behinderung Wiehl GmbH, dem verstorbenen Bewohner Rudi Müller. Er war traurig, dass er den Staudengarten mit seinem unebenen Grund aus Rindenmulch mit seinem Rollstuhl nicht mehr betreten konnte. Und auch die körperliche Verfassung der meisten anderen Bewohner*innen des Hauses, in dem zahlreiche Senioren mit einer geistigen und/oder mehrfachen Beeinträchtigung leben, ließ es nicht mehr zu, Gartenarbeit zu verrichten. So entschlossen sich die Mitarbeiter der Tagbetreuung, in der die bereits verrenteten Bewohner*innen des Hauses tagsüber betreut werden, zu einer Umgestaltung des Gartens vom Stauden- zum Duftgarten – und widmeten das neue Kleinod Rudi Müller.

Dass der Rudi-Müller-Platz heute mit einem Hochbeet, barrierefreien Wegen und bequemen Sitzmöglichkeiten wieder zur Gartenarbeit und zum Riechen, Fühlen, Sehen und Schmecken der Kräuter und Pflanzen einlädt, ist auch der großzügigen Unterstützung von Sponsoren zu verdanken: Die Smartrac Technology Wehnrath GmbH unterstützte das Projekt mit einer Spende, die BGS Bergische Grauwacke Steinbruchbetriebsgesellschaft mbH sponserte die Bergische Grauwacke für das Hochbeet. Die Gärtner der Stadt Wiehl führten ihre Arbeit im Rahmen eines Azubi-Projekts ebenfalls kostenlos durch: Kevin Ottersbach, Gärtner-Azubi bei der Stadt, lernte beim Bau des Hochbeets von Geselle Alex Nöckel, wie man eine Bruchsteinmauer baut. Mittlerweile hat er seine Prüfung bestanden.

Am Montag begrüßten HBW-Geschäftsführer Jens Kämper, Gesamtleiter Andreas Lamsfuß, Bereichsleiter Björn Frackenpohl sowie Kristin Soest und Holger Neuburg, die Ideengeber aus der Tagbetreuung, die Sponsoren am Hochbeet, um sich herzlich für ihre Unterstützung zu bedanken. „Dank Ihnen konnten wir für unsere Bewohner*innen einen neuen Ort zum Wohlfühlen schaffen“, freute sich Jens Kämper.

Und nicht nur wohlfühlen tun sich die Bewohner*innen im neuen Garten: Durch die vielfältigen Verarbeitungsmöglichkeiten der Kräuter und Beeren bietet er das ganze Jahr über Sinneseindrücke und Beschäftigungsmöglichkeiten für die Seniorinnen und Senioren. Das fördert das psychische und physische Wohlbefinden und steigert die Lebensqualität. Eine Kostprobe aus dem Garten gab es für Sebastian Lob von der BGS sowie Kevin Ottersbach und Alex Nöckel gleich auch: Eine selbstgemachte Aprikosenmarmelade verfeinert mit Lavendel aus dem neuen Beet.

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