Gemeinschaftsaktion zum besseren Schutz älterer Menschen vor Telefonbetrug

Köln In weiter steigender Zahl führen Betrugsmaschen wie der Enkeltrick oder der „falsche Polizist“ zu finanziellen Schäden bei vorwiegend älteren Menschen. Dabei geben sich Trickbetrüger am Telefon zum Beispiel als nahe Verwandte, aber auch als Polizistin oder Polizist aus, um unter Vorspiegelung falscher Tatsachen an das Bargeld ihrer potenziellen Opfer zu gelangen. Schätzungen zufolge entstand so zwischen 2017 und 2019 allein in Nordrhein-Westfalen ein finanzieller Schaden in Höhe von 39 Millionen Euro.

Zur stetigen Verbesserung der Betrugsprävention steht die Kreissparkasse Köln in engem und regelmäßigem Austausch mit den Kreispolizeibehörden in ihrem Geschäftsgebiet. „Unsere Mitarbeitenden in den Filialen sind sehr für das Thema sensibilisiert. So konnten sie bereits Betrugsfälle verhindern, indem sie Kundinnen und Kunden bei auffälligen Auszahlungswünschen gezielt angesprochen haben“, sagt Gunter Derksen, Regionalvorstand Oberberg der Kreissparkasse Köln.

Jedoch kann auf diese Weise nicht jeder Fall verhindert werden. „Wird bei Telefonanrufen nach Bargeld, Wertsachen, Sparbüchern oder PIN und TAN gefragt, ist dies ein sicheres Indiz für einen Betrüger. Solch ein Gespräch sollte sofort beendet und selbst aktiv die Polizei unter der 110 angerufen werden“, sagt Kriminalhauptkommissar Frank Jaeger vom Sachgebiet Kriminalprävention/Opferschutz der Kreispolizeibehörde Oberbergischer Kreis.

Um den Kundinnen und Kunden das Thema noch stärker bewusst zu machen, hat die Kreissparkasse Köln in Kooperation mit der Polizei bedruckte Geldausgabeumschläge entwickelt. Darauf sind folgende fünf Fragen vermerkt:

  1. Haben Sie den Geldbetrag abgehoben, weil Sie telefonisch dazu aufgefordert wurden?
  2. Hat sich der Anrufer als Polizist, Staatsanwalt, Richter, Notar, Arzt oder Angehöriger ausgegeben?
  3. Sollen Sie das Geld zeitnah – am besten noch heute – unbekannten Dritten übergeben oder an einem Ort zur Abholung bereitlegen?
  4. Hat der Anrufer Ihnen verboten, über den wahren Zweck der Abhebung zu sprechen?
  5. Sollen Sie einen Geldbetrag überweisen oder eine Geldwertkarte kaufen?

Diese Umschläge werden ab sofort in den Filialen der Kreissparkasse Köln bei der Auszahlung höherer Geldsummen eingesetzt. Wer eine dieser Fragen mit „Ja“ beantworten kann, dem wird dringend angeraten, die Polizei anzuwählen. „Auch unsere Mitarbeitenden können bei Unsicherheiten jederzeit gerne angesprochen werden“, so Gunter Derksen. „Wir unterstützen gerne dabei, die Polizei oder eine andere Person des Vertrauens zu kontaktieren.“

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