Gesundheitsfachleute setzen bei Impfkampagne weiter auf Impfzentren

Nordrhein-Westfalen Der Gesundheitsausschuss des Landkreistags NRW unterstreicht die Rolle der Impfzentren für die Pandemie-Bekämpfung und fordert weitere Optimierungen der Digitalisierungsprozesse in der Kontaktnachverfolgung.

Die Impfungen in den NRW-Kreisen schreiten deutlich voran. Mehr als fünf Millionen Menschen haben in NRW bereits eine Erstimpfung erhalten, das sind 28 Prozent der Bevölkerung. Rund 1,33 Millionen Menschen (7,4 Prozent) sind vollständig geimpft.

Der Gesundheitsausschuss des Landkreistags NRW befasste sich in seiner jüngsten Sitzung mit der aktuellen Pandemie-Entwicklung sowie der Rolle der Gesundheitsämter und insbesondere der Impfzentren: „Die Impfungen in den Impfzentren der Kreise laufen auf Hochtouren, und das an sieben Tagen die Woche von morgens bis abends“, betonte der neu gewählte Vorsitzende des Gesundheitsausschusses des Landkreistags NRW (LKT NRW), Landrat Jürgen Müller (Kreis Herford). Hinzu kämen die Arztpraxen, die sich seit mehreren Wochen an der Impfaktion beteiligen können.

„Die hohe Impfbereitschaft und das außerordentliche Engagement aller Beteiligten zeigen, dass wir auf einem guten Weg sind“, fügte Müller hinzu. Die durchgeführten Impfungen insbesondere in Pflegeeinrichtungen, bei älteren Jahrgängen sowie bei besonders gefährdeten Berufsgruppen zeigten auch erste Effekte bei der Entwicklung des Infektionsgeschehens.

Die Impfgeschwindigkeit hänge aber weiterhin von der Menge an Impfstoff ab, der zur Verfügung stehe. „Es ist noch viel zu tun. Alle Menschen müssen so schnell wie möglich ein Impfangebot erhalten können. Um das zu erreichen, muss die gesamte Infra- struktur genutzt werden“, forderte Müller. „Wir werden die Impfzentren aller Voraussicht nach auch über den September hinaus benötigen.“

In Hinblick auf die Digitalisierungsprozesse in den Gesundheitsämtern befasste sich der Ausschuss auch mit der Einführung ein- heitlicher Lösungen wie SORMAS zur Pandemie-Bekämpfung. Dabei waren sich die Gesundheitsfachleute der Kreise einig: „Die Einführung neuer digitaler Werkzeuge funktioniert nicht auf Knopfdruck. Entscheidend für den effektiven Einsatz der verschiedenen digitalen Lösungen sind und bleiben die Schnittstellen“, sagte Müller.

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