Rheinisch-Bergischer Kreis richtet eigenen Corona-Stab ein

Rheinisch-Bergischer Kreis Seit Beginn der Pandemie übernahm der Krisenstab des Rheinisch-Bergischen Kreises das Krisenmanagement. Der Stab hat diese außergewöhnliche Herausforderung über die 14 Monate sehr gut bewältigt. „Bei einem solchen Zeitraum stößt eine Struktur, die für zeitlich beschränkte Situationen gedacht ist, an ihre Grenzen“, erläutert Landrat Stephan Santelmann.

Da die Bekämpfung der Pandemie mittlerweile eine Dauer-Aufgabe ist, hat die Kreisverwaltung vereinbart, einen Corona-Stab mit Lagezentrum und Impfzentrum einzurichten. Der Krisenstab des Rheinisch-Bergischen Kreises ist im Rahmen seiner Funktion einsatzbereit für alle kurzfristigen Krisen wie z.B. Starkniederschläge und Großbrände.

Durch eine enge Zusammenarbeit des Lagezentrums, des Impfzentrums und des Landrates im neuen Corona-Stab soll jetzt sichergestellt werden, dass eine effektive Aufgabenbewältigung in den jeweiligen Bereichen weiter sichergestellt wird. Diesen Aufgaben kommt jetzt die vorrangige Bedeutung zu, da die Regelungskompetenz des Kreises in der Coronapandemie außer Kraft gesetzt wurde. “, erklärt Landrat Stephan Santelmann.

Sowohl beim Impfzentrum wie beim Lagezentrum hat sich bereits gezeigt, dass die Aufgaben in den Fachbereichen und in der Projektgruppe Impfzentrum in eigener Verantwortung sehr erfolgreich wahrgenommen werden können. Da sich die Infektionslagen lokal sehr differenziert darstellen, bedarf es enger Abstimmungen mit den Kommunen. Auch die regionale Zusammenarbeit spielt eine zunehmende Rolle. Die Hauptverwaltungsbeamten der Region sind eng vernetzt und stimmen sich im Vorgehen und in der Strategie immer enger ab. In der digitalen Nachverfolgung steckt wesentliches Potenzial. „Deswegen wird es auf eine weitere Stärkung der Digitalisierung ankommen“ so Stephan Santelmann. Hier gibt es Kooperationsmöglichkeiten mit den Städten Köln und Bonn.

Mit dem Corona-Stab kooperieren eng das Lagezentrum und Gesundheitsamt, das Sozial- und Gesundheitsdezernat, das Impfzentrum und die Pressestelle. Enge Zusammenarbeit ist zudem besonders mit dem Personal- und IT-Bereich nötig. So stehen derzeit weitere Personalverstärkungen für das Lagezentrum an.

Damit wird das Corona-Krisenmanagement in die Organisationsstruktur der Verwaltung überführt. Die zeitlich zunächst bis Ende des Jahres befristete Struktur soll in den nächsten 2-3 Wochen geschaffen werden. Bisher hat jeder Fünfte die Erstimpfung erhalten. „Jetzt wird noch einmal mit voller Kraft und mit höchster Priorität das Impfzentrum und das Impfen unterstützt.“ so der Landrat.

Eine vergleichbare Organisationsstruktur hat sich bereits im Rheinisch-Bergischen Kreis in der Zeit der starken Flüchtlingszuwanderung bewährt. Auch die Stadt Leverkusen ordnet ihr Krisenmanagement und die Bekämpfung der Corona-Pandemie neu und schafft dafür eine besondere Organisationsstruktur.

 

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