Lions-Club Bensberg pflanzt Obstbäume im Stadtgarten

Bergisch Gladbach Aus Anlass des Clubjubiläums pflanzt der Lions-Club Bensberg Schloss am 9. April 2021 um 10 Uhr 10 neue Obstbäume auf der Wiese im Bensberger Stadtgarten. Dazu gehören die typisch bergischen Apfelsorten Gravensteiner, Klarapfel, Goldparmäne, Zuccalmaglio-Renette, Boskoop und Kaiser Wilhelm.

Symbolische Geste zum Jubiläum

Die Aktion zum 25jährigen Jubiläums des Lions-Club Bensberg Schloss wird gemeinsam mit den Bergischen Obstwiesenrettern durchgeführt. 1995 hoben 15 junge Erwachsene den Lions Club Bensberg Schloss aus der Taufe. Einige von ihnen kannten das Prinzip des Service-Clubs aus ihren Elternhäusern.

Sie setzten den Gedanken in die Tat um, einen eigenen Lions-Club zu gründen, in dem es auch weibliche Mitglieder geben sollte. Das war der erste gemischte Club in Bergisch Gladbach. Das Motto „Gemeinsam sind wir stark und können Berge versetzen“ gilt bis heute. Es war und ist die Triebfeder für die vielen verschiedenen Activities, bei denen Gelder für karitative und gemeinnützige Zwecke gesammelt werden. Einige der Gründungsmitglieder sind heute noch aktiv dabei: Sabina Henrich-Bandis (als Gründungspräsidentin), Antje Bäumer, Marcus Henrich-Bandis, Reinhard Feuerherdt und Thorsten Beinhauer.

Über 370.000,00 Euro für den guten Zweck

In den 25 Jahren gab es viele Activities, wie die gemeinnützigen Aktionen bei Lions heißen. Die meisten von ihnen sind aus der Tradition Bensbergs nicht mehr wegzudenken, wie die Losbude auf dem Schlossstadtfest.  Mit befreundeten Lions-Clubs folgte im Jahr 2000 der Lions-Ball im Schloss Bensberg. Eine der erfolgreichsten Activities ist der Lions-Adventkalender, den es bereits seit 2003 zu kaufen gibt, oder das Golfturnier mit den befreundeten Lions Clubs Bensberg-Königsforst und Bergisch Gladbach-Bensberg.

Das Ergebnis aus Spenden von Unternehmen und Bürgern sowie den Arbeitsstunden für die Activities beläuft sich auf über 370.000 Euro. Mit den Erlösen wurden verschiedene Initiativen unterstützt wie der Kinderschutzbund, Brückenschlag, Pro Gehörlos, Kids & Co, die Tafel, ein Kinder- und Jugendcircus, das Friedensdorf Oberhausen, Schulen vor Ort und viele mehr.

25.000 Euro Spende zum 25jährigen Jubiläum

Damit etwas Besonderes aus dem Jubiläumsjahr bleibt, unterstützt der Lions Club über den gemeinnützigen Lions-Förderverein Bensberg Schloss e.V. zwei Projekte mit insgesamt 25.000 Euro: Die eine Hälfte geht an das Bergische Museum für ein neues Hammerwerk, die zweite Hälfte wird in ein Projekt zur Baumaufforstung im Stadtgebiet fließen.

„Damit wollen wir ein Zeichen setzen, dass wir uns alle für unsere Gemeinwohl engagieren müssen und können – und dass es Freude macht“, freut sich die LC-Mitglied Michael Böttcher auf den ersten Spaziergang zwischen den Lions-Bäumen.

Heimische Obstsorten

Zum Schutz vor Wühlmäusen werden die zehn Bäume in eine Schicht Kies gepflanzt. Diese Schicht soll verhindern, dass der Wurzelkern angenagt wird. Denn das kann dem Baum massiven Schaden zufügen. Diese Art des Schutzes ist nötig, da auf Streuobstwiesen immer weniger Nutztiere gehalten werden, die die Gänge der Wühlmause zertreten würden.

Streuobstwiesen sind ein besonderes Naturparadies und Lebensraum für viele Tiere, wie z.B. für Vögel – insbesondere baumbrütenden Vogelarten wie Spechten, Baumläufern, Meisen, Steinkäuzen. Aber auch Fledermäuse, Schmetterlinge und seltene Pflanzen- und Insektenarten sind dort zu Hause. Darüber hinaus bieten die Obstbäume Wind- und Erosionsschutz.

Diese Pflanzaktion ist der Startschuss zu dem Projekt „Die Bergische Kulturlandschaft Streuobstwiese und ihre nachhaltige Entwicklung“, dessen Ziel der Erhalt von Streuobstwiesen und die Vermarktung von Tafelobst in Bensberg ist. Es sollen die klimaschonenden, kurzen Wege der Äpfel von der Produktion bis zur Vermarktung aufgezeigt und durch Umweltbildung Kinder und Jugendlichen in Kitas und Schulen nahe gebracht werden. Für die 10 Obstbäume werden noch Gießpaten gesucht, deren Aufgabe es ist, im Sommer, diese neu gepflanzten Bäume regelmäßig zu gießen.

Die Pflanzstandorte wurden vorab mit der Abteilung StadtGrün abgestimmt. So werden Konflikte mit dem Landwirt vermieden, der die Wiesen mit seinen Geräten bewirtschaftet. Die Neupflanzung im Stadtgarten schließt eine Lücke der Streuobstwiesen zwischen Kardinal-Schulte-Haus und Vinzenz-Palotti-Hospital. Jetzt stehen auf diesen Wiesen insgesamt 270 Obst-Bäume im Alter von drei bis fünf Jahren bei den Neuanpflanzungen bis hin zu den alten Birnbäumen von wahrscheinlich über 100 Jahren. Davon werden noch die Enkelkinder etwas haben.

 

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