Bergisch Gladbach leider keine Modellkommune

Bergisch Gladbach Öffnung des gesellschaftlichen Lebens und Dämpfung der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Folgen der Corona-Pandemie: Das sollte durch das Projekt „unGLock“ der Stadt Bergisch Gladbach ermöglicht werden. Ähnlich wie beim „Tübinger Modell“ beabsichtigte die Stadt – sobald verantwortbar – die weitere Öffnung von Einzelhandel und Gastronomie auch bei Wochen-Inzidenzen über 50. Verbunden werden sollte dies mit einer breit angelegten Teststrategie, die Bürgerinnen und Bürger bei negativem Testergebnis mit einem nachvollziehbaren Beleg ausstattet. Dieser hätte dann als „Eintrittskarte“ zu Einzelhandel, Kultur, Kosmetik oder Gastronomie gelten können. Mit dieser Konzeption hatte sich die Stadt Bergisch Gladbach kurzfristig für ein Modellprojekt des Landes beworben.

Das Projekt „unGLock“ wurde gemeinsam mit einem externen Dienstleister entwickelt und beinhaltete als Kernpunkt die Kennzeichnung der zertifiziert negativ Getesteten mit einem farbigen „Tages-Armband“, das auch eine digitale Überprüfbarkeit zulassen sollte. Die Absicht war, umständliche Verfahren wie Vorlage von Testergebnissen plus Personalausweis zu vermeiden.

Wirtschafts- und Digitalminister Pinkwart hat heute bekannt gegeben, dass von insgesamt 46 antragstellenden Kommunen zunächst sechs und zu einem späteren Zeitpunkt acht weitere zum Zuge kommen sollen. Bergisch Gladbach wurde leider nicht zur Modellkommune bestimmt. Bei der Auswahl der Modelkommunen wurde eine Vielzahl von Kriterien berücksichtigt, auch der Aspekt der regionalen Verteilung im Land spielten eine Rolle. Minister Pinkwart hat ausdrücklich darauf hingewiesen, dass alle eingereichten Konzepte ein hohes fachliches Niveau aufwiesen und die Auswahl sehr schwierig war.

Vorbereitungen nicht umsonst getroffen

Bürgermeister Frank Stein bedauert die Düsseldorfer Entscheidung, weist aber darauf hin, dass die konzeptionellen Vorbereitungen trotzdem von Nutzen sind: „Wir werden das entwickelte Konzept im Rahmen der in den nächsten Monaten zu erwartenden stufenweisen Lockerungen sukzessive in Kooperation mit Handel, Gewerbe, Kultur und Sport umsetzen. Dann zwar nicht als Modellprojekt des Landes, aber zum Wohle und im Interesse der Stadt. Wir haben also nicht vergeblich gearbeitet, sondern sind für die weitere Entwicklung gut gerüstet.“

 

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