Krisenstab-Meeting aufgrund steigender Infektionszahlen

Remscheid Die steigenden Infektionszahlen hat die Stadt Remscheid zum Anlass genommen, gestern, 21. März 2021 in einer Arbeitsgruppe des Krisenstabes zu prüfen, inwieweit weitergehende Maßnahmen für Remscheid erforderlich sind. An diesem Gespräch haben Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, Krisenstabsleiter und Schuldezernent Thomas Neuhaus, Frank Neveling (Fachdienstleister Gesundheitswesen), Sabine Räck (Büroleiterin Oberbürgermeister), Brigitte Dörpinghaus (Schulamtsleiterin), Arndt Liesenfeld (Fachdienstleiter Schulverwaltungsamt) und Egbert Willecke (Fachdienstleister Jugend) teilgenommen Im Ergebnis wurde Folgendes vereinbart:

Schulen

Sie sind derzeit kein Hotspot von Infektionen. Es gibt quer durch alle Schulformen vereinzelte Infektionen in geringer Zahl. Daher wird die Stadt dem Ministerium keine Schließung vorschlagen. Eine solche Maßnahme wäre mit Blick auf das Infektionsgeschehen unverhältnismäßig. Neben der psychologischen Bedeutung für die Kinder und ihre Bildungsbiographie und der Tatsache, dass bereits in allen Schulen Wechselunterricht stattfindet (nur die hälftige Anzahl der Schüler ist zeitgleich in den Schulen), darf man die Betreuungen und damit Sicherung von Berufstätigkeit der Eltern nicht unterschätzen. Auch das Land sieht Schulschließungen als das letzte mögliche Mittel einer Kommune, dem andere weitergehende Überlegungen vorhergehen müssen.

Erwartet wird weiterhin das strikte Einhalten der Regeln zu Abstand, Maskenpflicht, Hygiene und Lüften. Die für Ende der Woche geplanten sogenannten Abi-Gags können leider nicht stattfinden. Die durch das Land angekündigten Selbsttests werden – soweit noch nicht geschehen – morgen früh durch die Polizei ausgeliefert. Den größeren weiterführenden Schulen wird weiterhin dringend die Möglichkeit des versetzten Schulbeginns und –endes zur Entzerrung der Beförderungssituation anheimgestellt.

Kindertageseinrichtungen

Auch die Kindertageseinrichtungen sind aktuell kein Hotspot der Infektionen. Ihr Betrieb und damit das Erleben von Kontakten mit Gleichaltrigen ist nicht nur für die Kinder immens wichtig, er garantiert darüber hinaus auch in besonderem Maße die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ihr Betrieb ist ohnehin schon eingeschränkt. Natürlich bleibt es den Eltern überlassen, ggf. ihre Kinder auch zu Hause zu betreuen. Für 20 Einrichtungen sind die sogenannten Lolli-Tests beauftragt.

Sport

Die städtischen Sportanlagen werden ab sofort für den Individual- und den Vereinssport geschlossen. Den Schulen stehen die Flächen zwar im Rahmen des Schulsports zur Verfügung; es wird ihnen aber dringend empfohlen, bis zu den Ferien darauf zu verzichten. Den Trägern privater Anlagen wie auch Vereinsanlagen wird dringend empfohlen, ebenfalls den Betrieb bis auf weiteres einzustellen.

Zum weiteren Vorgehen

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Krisenstabsleiter Thomas Neuhaus gehen davon aus, dass in der heutigen Konferenz der Kanzlerin mit den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten weitergehende Entscheidungen/Einschränkungen auf Bundes- wie Landesebene getroffen werden. Um keinen Beitrag für einen Flickenteppich der Einschränkungen zu befördern, sehen die Verantwortlichen es als angemessen an, diese Konferenz und deren Ergebnisse abzuwarten.

 

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