Einschränkungen bei der Religionsausübung

Oberbergischer Kreis Aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens verlängert der Oberbergische Kreis die bestehenden Beschränkungen für Präsenzveranstaltungen zur Religionsausübung. Die zeitliche Beschränkung auf 90 Minuten und die begrenzte Personenzahl gelten ergänzend zu den Vorgaben der Corona-Schutzverordnung NRW und werden bis einschließlich 11. April 2021 verlängert. Diese Entscheidung hat der Oberbergische Kreis in Abstimmung mit dem Land NRW getroffen. Die bestehende Allgemeinverfügung vom 19. März 2021 wird angepasst.

Der Oberbergische Kreis appelliert im Übrigen an alle Kirchen und Religionsgemeinschaften im Kreisgebiet auf Präsenzveranstaltungen zu verzichten. „Gerade in der Osterzeit sind die Kirchen wichtige Anlaufpunkte und Orte der Zuversicht. Ich bin mir bewusst, mit welchem großen Engagement einzelne Kirchengemeinden in den vergangenen Tagen daran gearbeitet haben, Hygienekonzepte aufzustellen, um die Besucherinnen und Besucher der Gottesdienste gerade an den Oster-Feiertagen bestmöglich zu schützen. Dementsprechend haben wir uns die Entscheidungen auch nicht leicht gemacht und sind dankbar all denjenigen, die – wie schon an den Weihnachtsfeiertagen im vergangenen Jahr – von sich aus Gottesdienste abgesagt haben“, sagt Landrat Jochen Hagt.

Vorgaben für den schulischen Bereich

Mit der geänderten Allgemeinverfügung führt der Oberbergische Kreis auch eine Regelung für den Musikunterricht ein. Der musikalische und künstlerische Unterricht in Präsenz ist nur als Einzelunterricht für Schülerinnen und Schüler im Sinne des Schulgesetzes NRW erlaubt. „Insbesondere bei der musikalischen Betätigung besteht die Gefahr eines vermehrten Ausstoßes von virusbelasteten Aerosolen. Das gemeinsame Musizieren von bis zu fünf Personen, wie es die aktuelle Corona-Schutzverordnung erlaubt, ist im Gleichklang mit den übrigen zusätzlichen Schutzmaßnahmen aus infektiologischer Sicht derzeit nicht vertretbar“, begründet Landrat Jochen Hagt die Maßnahme.

Zudem ergeht an die Eltern von Kindern, die eine offene Ganztagsschule besuchen, der dringende Appell, das Betreuungsangebot während der Osterferien möglichst nicht wahrzunehmen. „Nach dem Infektionsgeschehen wäre es im Oberbergischen Kreis geboten, eine Untersagung des Präsenzbetriebs an den offenen Ganztagsschulen anzuordnen. Von einer entsprechenden Anordnung sehen wir unter Abwägung der Interessen jedoch ab. Die Eltern durften auf die Betreuung ihrer Kinder durch die offenen Ganztagsschulen vertrauen. Eine kurzfristige anderweitige Betreuungsmöglichkeit zu finden, erscheint nicht zumutbar“, erklärt Landrat Jochen Hagt den Appell.

Weitere Schutzmaßnahmen behalten Gültigkeit

Die weiteren Schutzmaßnahmen für das Kreisgebiet, die am 26.03.2021 mit einer Allgemeinverfügung bekanntgemacht wurden, bleiben wie vorgesehen bis einschließlich 11. April 2021 bestehen:

  • Private Treffen sind mit höchstens 5 Personen aus zwei Hausständen erlaubt.
  • Bei der gemeinsamen Nutzung von Fahrzeugen durch Personen aus verschiedenen Hausständen muss eine medizinische Maske getragen werden.
  • Ausschließlich Notbetreuung in (heilpädagogischen) Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen.
  • Beschränkungen für Präsenzveranstaltungen zur Religionsausübung.
  • Vorgaben zur Maskenpflicht und Testung in vollstationären Pflegeeinrichtungen sowie in besonderen Wohnformen der Eingliederungshilfe.
  • Der Freizeit- und Amateursport ist nur allein, zu zweit oder ausschließlich mit Personen des eigenen Hausstandes zulässig.

Den verbindlichen Wortlaut und die Ausnahmen entnehmen Sie bitte der Allgemeinverfügung.

Die Allgemeinverfügung des Oberbergischen Kreises ist bis einschließlich 11. April 2021 gültig und einsehbar unter:

 

Hinterlasse einen Kommentar