Abstimmung über dezentrales Impfangebot läuft

Oberbergischer Kreis Das Land NRW hat die Kreise und kreisfreien Städte angesichts des vermutlich ab April in größeren Mengen zur Verfügung stehenden Impfstoffs um Ausbau der Impfkapazitäten gebeten. Hierzu soll zuvörderst der Ausbau der bisherigen Impfzentren vorgesehen werden. Sofern die Räumlichkeiten in den bestehenden Impfstellen den Aufbau weiterer Impfstraßen nicht erlauben, aber auch in Flächenkreisen, kann entgegen früherer Landesvorgaben die Einrichtung einer weiteren Impfstelle in Betracht gezogen oder die Kooperation mit max. fünf Schwerpunktpraxen ermöglicht werden, so die Vorgaben des entsprechenden Erlasses des Landes NRW.

Unmittelbar nachdem das Land den Erlass veröffentlicht hatte, hatte der Oberbergische Kreis Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigung, Kreisstelle Oberberg, des Hausärzteverbandes Oberberg sowie der Ärztekammer, Kreisstelle Oberberg, zu einer Abstimmung eingeladen. Es wurde vereinbart, dass die Kassenärztliche Vereinigung auf Bitte des Oberbergischen Kreises eine Abfrage unter ihren Mitgliedern durchführt, welche Ärztinnen und Ärzten am Betrieb einer Schwerpunktpraxis interessiert sind. Nachdem das Ergebnis der aktuell laufenden Abfrage vorliegt, soll entschieden werden, mit welchen max. fünf Schwerpunktpraxen kooperiert werden soll. Kriterien für die Auswahl der Praxen sollen u. a. die örtliche Verteilung innerhalb der Kreisfläche sowie die Leistungsfähigkeit der Praxis sein.

Die Einrichtung einer zweiten Impfstelle des Impfzentrums des Oberbergischen Kreises wird von allen Beteiligten als nicht zielführend angesehen. Eine zweite Impfstelle müsste die gleichen, umfangreichen Vorgaben z. B. hinsichtlich der vorzuhaltenden Räumlichkeiten für die Aufbereitung des Impfstoffs, des Personals, der Logistik etc. wie die Impfstelle des Impfzentrums in Gummersbach erfüllen. Zudem sind die Kapazitäten des aufwendig hergerichteten Impfzentrums in Gummersbach bislang noch nicht einmal zur Hälfte ausgeschöpft und das aktuell zugeteilte Impfstoffkontingent für den Monat März ist bereits komplett für Termine im Impfzentrum in Gummersbach verplant.

Überdies sollen nach den aktuellen Beschlüssen der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten bereits ab Ende März/Anfang April die haus- und fachärztlichen Praxen umfassend in die Impfung einbezogen werden. „Ich begrüße es, dass das Land NRW den Kreisen nunmehr die Möglichkeit eröffnet hat, ein wohnortnäheres Impfangebot für die Bürgerinnen und Bürger vorzuhalten. Unser gemeinsames Ziel ist es, schnellstmöglich die vielen, leistungsbereiten Haus- und Facharztpraxen im Oberbergischen Kreis in die Impfungen vor Ort einzubeziehen“, fasst Landrat Jochen Hagt das Ergebnis der Abstimmung zusammen.

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