Kleinbusse auf Abruf sollen ÖPNV ergänzen

Rheinisch-Bergischer Kreis Als weiterer Schritt zur Umsetzung des Mobilitätskonzeptes soll in Odenthal ein On-Demand-Verkehr eingerichtet werden. Dieser könnte mit flexiblen Fahrtrouten auf individuelle Mobilitätsbedarfe eingehen und so das bestehende ÖPNV-Angebot sinnvoll ergänzen. Der Ausschuss für Bauen und Verkehr des Rheinisch-Bergischen Kreises hat die Verwaltung jetzt dazu beauftragt, ein Pilotprojekt zu erarbeiten und mögliche Förderzugänge zu prüfen.

On-Demand-Verkehre, auch Verkehre auf Abruf, sind Fahrten mit flexiblen Kleinbussen, die über eine App bestellt werden. Sie verdichten das bestehende ÖPNV-Netz und dienen als Zubringer zum klassischen Angebot. Die Fahrten werden auf Basis der verschiedenen Anfragen zusammengestellt und über eine Software gebündelt. So entwickeln sich die Route und der Fahrplan kontinuierlich weiter. Zusätzliche Mitfahrer können nach Bestellung jederzeit zusteigen. Im Unterschied zum klassischen Taxi-Angebot gibt es beim On-Demand Verkehr virtuelle Stationen, an denen der Bus hält. Diese sind im Radius von maximal 250 Metern erreichbar.

Aktuell liegen erste Analysen und Untersuchungen für Odenthal als Pilotraum vor. Ziel ist es beispielsweise, elektrisch betriebene Fahrzeuge einzusetzen und in den Buchungs- und Zahlungsweg des VRS-Tarifs einzubinden. Auch der Bürgerbus könnte in das System integriert werden. Weitere Details sollen im Projektverlauf untersucht werden. Um entsprechende Fördergelder zu akquirieren, werden im Frühjahr sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene erste Projektskizzen eingereicht.

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