Kanaluntersuchung an Hauptsammlern in Nachtarbeit

Bergisch Gladbach Die Stadt Bergisch Gladbach ist gesetzlich verpflichtet, den Zustand aller städtischen Kanäle in regelmäßigen Zeitabständen zu untersuchen, um mögliche Schäden erkennen zu können. In den kommenden Wochen sollen vier Abschnitte der sogenannten „Hauptsammler“ untersucht werden, also der Kanäle mit dem größten Querschnitt im Stadtgebiet, die besonders hohe Mengen an Abwasser aufnehmen müssen.

Die Untersuchung geschieht durch Befahren mit einer Kamera. Um den Zustand der Hauptsammler beurteilen zu können, ist es notwendig, die Abwassermenge für die Zeit der Befahrung zu reduzieren. Dies wird durch Überpumpen oder Absaugen des Abwassers erreicht.

Tagsüber ist aufgrund des hohen Abwasseranfalls eine solche Untersuchung nicht möglich. Deshalb können die Arbeiten nur nachts in der Zeit von ca. 21:00 Uhr – ca. 06:00 Uhr und bei Trockenwetter erfolgen. Die Untersuchung der Kanäle bzw. die vorbetreitenden Arbeiten beginnen Mitte Februar und dauern bis voraussichtlich Mitte April 2021.

Für die erforderlichen Nachtarbeiten hat der Rheinisch-Bergische Kreis eine Ausnahmegenehmigung nach Landesimmissionsschutzgesetz erteilt.

Untersucht werden aktuell die Kanäle an folgenden Straßen:

  • Hauptstraße – ab Sonnenweg bis zum Gronauer Mühlenweg: Hier wird das „Trockenhalten“ des Kanals durch Saugfahrzeuge erfolgen. Die Saugfahrzeuge (LKWs) werden an Schächten positioniert, entnehmen das Abwasser aus dem Kanal, speichern es im Tank, und die TV-Kamera kann bei abgesenktem Abwasserstand durch den Kanal fahren. Die Tanks werden anschließend entleert.
  • Gronauer Mühlenweg / Refrather Weg – bis Einmündung Am Rodenbach: Hier ist der Abwasseranfall so hoch, dass das Abwasser mittels einer mobilen Pumpe in eine oberirdisch verlegte Druckleitung umgeleitet wird. Die Druckleitung wird dort, wo es notwendig ist, aufgeständert, so dass Kreuzungen und Einfahrten zu den Grundstücken frei bleiben.
  • Duckterather Weg – ab Handstraße über Schlodderdicher Weg bis Gierather Straße: Hier ist keine Wasserhaltungsmaßnahme erforderlich, da das anfallende Abwasser während der Arbeiten in ein anderes Abwassernetz übergepumpt werden kann. Für unvorhersehbare Umstände stehen Saugwagen bereit, um die Arbeiten zu unterstützen.
  • Gierather Straße/Ecke Rodemich bis zum Wald, über Waldwege bis Hasselstraße, über die Alte Marktstraße bis zur Kläranlage im Beningsfeld: Hier muss ebenfalls eine oberirdische Druckleitung verlegt werden, um das Abwasser umzuleiten.

Das Abwasserwerk der Stadt Bergisch Gladbach bittet um Verständnis für eventuell auch nachts auftretende Lärmbelästigungen oder Verkehrsbehinderungen. Da die Arbeiten abschnittsweise ausgeführt werden, sind einzelne Straßen- und Wohnbereiche immer nur für wenige Tage betroffen.

Ansprechpartner für Rückfragen beim städtischen Abwasserwerk sind:

  • Maike Frieburg, Tel.: 02202 – 141 430
  • Stephan Wissen, Tel.: 02202 – 141 248

Hinterlasse einen Kommentar