D’r Zoch lässt die Puppen tanzen

Köln Köln ohne Rosenmontagszug? Geht gar nicht! Daher hat sich die Karnevalshochburg in diesem Jahr etwas ganz besonderes einfallen lassen: In Vertretung für alle Närrinnen und Narren springen die Puppen des Hänneschen Theaters ein und lassen den Zug en miniature und absolut Corona-konform stattfinden. In Köln hilft man sich halt gerne mal gegenseitig aus.

Wer das Theater schon einmal besucht hat, weiß, dass die Kulissen originalgetreu nachgebaut sind und die Stockpuppen mit Liebe, Herzblut und Charakter hergestellt werden. Und in diesem Jahr wurde ganz besonders viel gebaut, genäht und gemalt.

In der Event-Halle des Kölner Festkomitees wurde die Kölner Altstadt nachgebildet, und vor dieser Kulisse werden heute nachmittag 32 Wagen und knapp 180 Puppen an den Start gehen. Die Persiflage-Wagen sind den großen Originalen – die aus bekannten Gründen nicht zum Einsatz kommen – im Detail nachgebaut. Aber auch Tanzgruppen der Funken und Kapellen werden zu sehen sein.

Für einen Kölner ist es eine Ehre als Hänneschen-Puppe dargestellt zu werden, und so freut sich auch Zugleiter Holger Kirsch über sein hölzernes Konterfei, das als Verantwortlicher sogar ein Headset trägt. Neben anderen bekannten Gesichtern wird sich zum großen Zugfinale natürlich auch das Dreigestirn die Ehre geben.

Die Kooperation zwischen dem Kölner Festkomitee und dem Hänneschen Thater hat mit großem Aufwand eine sehr charmante und typisch Kölsche Alternative für die Karnevalisten auf die Beine gestellt. Zu sehen ist der Zug am heutigen Rosenmontag in der Sendung:

  • Rosenmontag in Köln: Der ausgefallenste „Zoch“!
  • WDR Fernsehen, 14.00 Uhr
  • Wiederholung Rosenmontag 22.45 Uhr im WDR und als Stream in der ARD/WDR-Mediathek

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) sorgt dafür, dass auch Blinde und Sehbehinderte den deutschlandweit einzigen Karnevalszug in dieser Session miterleben können.

In einer Domradio-Sondersendung beschreibt der vom LVR engagierte Wolfgang Gommersbach, sonst Blindenreporter beim 1. FC Köln, für Sehbehinderte diesen besonderen Rosenmontagszug – zeitgleich zur Fernsehsendung. Die Blindenreportage können Menschen mit einem Restsehvermögen als Ergänzung zur TV-Übertragung hören. Sie ist jedoch auch ohne Fernsehbilder hörenswert. Empfangen werden kann das Domradio über die Domradio-App, auf UKW 101,7 und über:

Auf Facebook überträgt der LVR zeitgleich eine Live-Übersetzung in Gebärdensprache. So können sich gehörlose Menschen mit einem mobilen Zweitgerät die Übersetzung zur WDR-Sendung „dazuholen“. Den Livestream mit Gebärdensprache gibt es auf:

Der LVR macht sich mit seiner Initiative „Karneval für alle“ bereits in der achten Session dafür stark, dass auch Menschen mit Behinderung im Sitzungs- und Straßenkarneval mitfeiern können. Weitere Informationen auf:

 

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