Gewalt ist keine Privatsache

Rheinisch-Bergischer Kreis Der „Runde Tisch keine Gewalt an Frauen im Rheinisch-Bergischen Kreis“ hat einen Flyer herausgegeben, der Hilfsangebote, wichtige Nummern und Informationen kompakt und verständlich zusammenfasst. Er richtet sich an Frauen, die Gewalt erfahren oder von ihr bedroht sind, sowie an Außenstehende, die Gewalt beobachten. Die Informationen sind in deutscher, englischer, türkischer und arabischer Sprache abgedruckt.

„Wir bieten Betroffenen mit dem Flyer schnell Hilfe und sprechen gezielt auch Frauen und Männer an, die Gewalt zum Beispiel im Bekanntenkreis oder in der Nachbarschaft beobachten. Denn häusliche Gewalt ist keine Privatsache“, so Anja Möldgen, Gleichstellungsbeauftragte des Rheinisch-Bergischen Kreises.

Der neue Flyer klärt über die verschiedenen Arten von Gewalt auf. Neben sexuellen oder körperlichen Übergriffen sind zum Beispiel auch das Unterbinden sozialer Kontakte oder der Entzug finanzieller Mittel gewaltsame Handlungen.

Der Handzettel steht zum kostenlosen Download zur Verfügung. Außerdem ist er bei den Vertreterinnen des Runden Tischs, bei den Gleichstellungsbeauftragten der Kommunen und des Kreises, den Fachberatungsstellen, den Jugendämtern und bei der Polizei in gedruckter Form erhältlich.

Frauen, die Hilfe benötigen, können sich an die regionalen Beratungsstellen und telefonisch an die bundesweite professionelle Beratungshotline 08000 116 016 wenden. Die kostenlose Hilferufnummer ist rund um die Uhr – auch in Zeiten von Corona – erreichbar:

  • Tel.: 08000 116 016

Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Rheinisch-Bergischen Kreises unter dem Stichwort „Gleichstellung“:

Flyer Download:

Runder Tisch keine Gewalt an Frauen im Rheinisch-Bergischen Kreis

Der „Runde Tisch keine Gewalt an Frauen im Rheinisch-Bergischen Kreis“ wurde 2003 ins Leben gerufen. Er bringt unterschiedliche Akteure zusammen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, über das Thema Gewalt an Frauen aufzuklären und die Öffentlichkeit dafür zu sensibilisieren. Fünf- bis sechsmal im Jahr treffen sich die Beteiligten aus dem Frauenhaus Bergisch Gladbach, den Frauenberatungsstellen, Justiz und Staatsanwaltschaft, Polizei, Opferhilfe, Jugendämtern, Kinderschutzbund und Gleichstellungsstellen. Durch diesen Austausch werden Synergien optimal genutzt und Maßnahmen der einzelnen Organisationen – von der Prävention bis zur Begleitung und dem Schutz der Opfer – in den Kommunen kreisweit bekannt gemacht.

 

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