Dezentrale Lösungen für Impfungen notwendig

Hückeswagen Ab Montag, 25. Januar 2021 können sich über 80-jährige aus dem Oberbergischen Kreis endlich einen Termin für die Corona-Schutzimpfung geben lassen. Ab voraussichtlich 8. Februar beginnen dann die Schutzimpfungen – allerdings ausschließlich im Impfzentrum in Gummersbach.

Bürgermeister Dietmar Persian freut sich, dass jetzt endlich das Impfen auch in der breiten Bevölkerung beginnen kann. Allerdings bereitet ihm die Organisation mit nur einem Impfzentrum in der Kreismitte Sorge: „Gerade bei den über 80-jährigen gibt es viele, die nicht mehr so mobil sind. Selbst wenn sie noch selber Auto fahren, sind oftmals längere Strecken in unbekannte Gegenden schwierig. Eine Fahrt nach Gummersbach ist für viele Hückeswagener im fortgeschrittenen Alter schon eine Herausforderung. Und eine Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist auch nicht gerade einfach und bezüglich der Anste- ckungsgefahr riskant. Da muss eine andere Lösung gefunden werden!“

Natürlich hat Bürgermeister Persian schon mehrfach versucht, dieses Problem beim Kreis vorzubringen. Bisher scheint aber keine Lösung gefunden worden zu sein. Persian: „Ich kann ja verstehen, dass man sich bei der Organisation vom Land und vom Kreis zunächst auf die zentralen Lösungen konzentriert hat, solang nur eine begrenzte Anzahl an Impfdosen zur Verfügung steht. Das kann aber nicht die abschließende Lösung sein. Gerade für die Risikogruppe der über 80-jährigen muss in Kürze eine Impfung vor Ort erfolgen – die mobilen Impfteams in den Senioren- und Pflegeheimen haben ja auch bewiesen, dass das geht.“

Bürgermeister Persian betont, dass er bei dieser Forderung die Hückeswagener Politik hinter sich sieht: „Ich habe dieses Thema auch schon mit allen Fraktionsvorsitzenden des Stadtrates besprochen und wir waren uns einig, dass Impfungen vor Ort gerade in den Kommunen, die weit von der Kreismitte entfernt sind, angeboten werden müssen. Die Risikogruppen können nur durch eine Impfung effektiv geschützt werden. Hier müssen wir niederschwellige Angebote machen, um eine möglichst hohe Impfquote zu erreichen.“

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