Wo darf ich jetzt noch hin?

Wenn man Daniel Hermanns von RVR-Tours in Radevormwald fragt, wohin man jetzt mitten in der Corona-Pandemie noch verreisen kann, kommt eine klare Antwort: „Kanarische Inseln, und am besten kurzfristig buchen, gleich nächste Woche“. 

In Corona-Zeiten ist alles anders, wo früher Frühbuchungen gefragt waren, ändern sich die Reisemöglichkeiten jetzt fast täglich. Stand Mitte November sind die Kanaren jedoch ein sicheres, weil kein Risikogebiet. „Sie liegen relativ nah, es gibt keine Pflichtquarantäne, alles was Sie brauchen ist ein aktueller PCR-Test“, sagt Hermanns, „und sowohl Flüge als auch Hotels sind kurzfristig verfügbar“. Wer also Weihnachten unter Palmen verbringen will, dem bieten die Kanarischen Inseln die Gelegenheit der Stunde.

Ähnlich sieht es Fabian Garstka, der Spezialist für Fernreisen empfiehlt darüber hinaus Namibia als Reiseziel. Er kennt das südliche Afrika wie seine Westentasche. Der Kürtener Reiseveranstalter Umfulana hat sich auf ganz individuelle Reiseangebote spezialisiert und bietet in Namibia seit Jahren Rundreisen für Selbstfahrer an. „Namibia ist dünn besiedelt, kein Risikogebiet und im Miet-SUV sind Sie ohnehin ziemlich sicher“, sagt Garstka. „Wir haben vor einigen Tagen mit den Betreibern der Lodges vor Ort ein virtuelles Lagerfeuer per Internet gemacht,“ erklärt er, „die Situation der Tourismusindustrie dort ist genauso katastrophal wie die der Gastronomen in Deutschland. Aber es gibt keinen Lockdown und kaum Infizierte. Man kann sich frei bewegen.“ Auch Kuba sei zur Zeit ein sicheres Reiseland. Trotzdem empfiehlt Garstka eine Reiseversicherung, die auch eine Corona-Erkrankung abdeckt. 

Für alle, denen Fernreisen nicht geheuer sind, hat sich Umfulana ausgesuchte Fahrradtouren innerhalb Deutschlands ausgedacht. Am Ufer von Flüssen entlang, wo die Strecken flach sind. An- und Abreise erfolgt mit der Bahn oder dem eigenen Pkw. Im voraus gebuchte Unterkünfte sorgen für Bequemlichkeit. Im Sommer 2020 hat Umfulana Gründer Martin Bach die Touren an Mosel, Elbe und Ostsee selbst abgefahren und die Unterkünfte getestet. 

Aktuell schwärmt er von dem Kyllradweg durch die Eifel. Der führt größtenteils über stillgelegte Bahnstrecken von Aachen nach Trier und ist fast steigungsfrei.

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