RöGas-Preis bleibt im Winter stabil

Rösrath Mit einer guten Nachricht wenden sich die StadtWerke Rösrath heute an ihre Energiekunden. Der Preis für RöGas bleibt mindestens bis zum Ende der aktuellen Heizperiode stabil. Die höheren Kosten, die den StadtWerken als Erdgaslieferant aufgrund der CO2-Bepreisung ab Januar 2021 entstehen, werden nicht an die Kunden weitergegeben. Obwohl das durchaus möglich wäre und von vielen Energieversorgern auch praktiziert wird.

„Viele unserer Kunden sind durch die Corona-Pandemie ohnehin schon sehr belastet. Wir wollen ihnen deshalb in den vor uns liegenden Wintermonaten nicht noch zusätzlich etwas aufbürden,“ betont Ralph Hausmann, Geschäftsführer der StadtWerke Rösrath – Energie GmbH. „Bis zum Frühjahr 2021 bleibt unser RöGas-Preis daher auf jeden Fall stabil.“

Hintergrund des ab dem kommenden Jahr für alle fossilen Brennstoff geltenden CO2-Preises ist der Klimaschutzplan, der im vergangenen Jahr verabschiedet wurde und eine Reihe von Maßnahmen vorsieht, mit denen die Bundesregierung das Klimaschutzziel 2030 – 55 Prozent weniger Treibhausgase als im Jahr 1990 – erreichen will.

Eine dieser Maßnahmen ist das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG), das Unternehmen, die mit Heizöl, Erdgas, Flüssiggas, Kohle, Benzin oder Diesel handeln, dazu verpflichtet, ab 2021 so genannte Emissionszertifikate zu erwerben. Pro Zertifikat dürfen Gaslieferanten, also auch die StadtWerke Rösrath, dann eine Tonne CO2 verkaufen, wobei sie die dadurch entstehenden höheren Kosten über ihre Preise an die Kunden weitergeben dürfen.

Ein Emissionszertifikat wird im kommenden Jahr 25,- Euro kosten. Bis zum Jahr 2025 steigt dieser Preis dann auf 55,- Euro. Aufgrund der vergleichsweise geringen CO2-Emission wird der CO2-Preis für Erdgas im kommenden Jahr bei knapp 0,5 Cent pro Kilowattstunde liegen. Für einen durchschnittlichen Haushalt mit einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden würde dies Mehrkosten in Höhe von 108,- Euro brutto im Jahr bedeuten.

Für Heizöl (7,9 Cent pro Liter), Benzin (6,6 Cent pro Liter) und Diesel (7,8 Cent pro Liter) fällt der CO2-Preis aufgrund des höheren CO2-Ausstoßes noch deutlich höher aus. 

„Wer RöGas bezieht, setzt also nicht nur auf eine klimafreundliche, sondern auch auf eine deutlich kostengünstigere Art zu Heizen“, so Hausmann. „Dies wird auch langfristig so bleiben.“

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