Empfehlungen für Übergang von Kita zur Grundschule

Oberbergischer Kreis Der Kauf der Schultasche, das Basteln der Schultüte und das Erkunden des Schulwegs gehören zu den gängigen „Ritualen“ vor einer Einschulung. Während sich das angehende Schulkind in der Regel auf die Schule freut, ist der Übergang allerdings mit zahlreichen Veränderungen und Herausforderungen verbunden, die zu bewältigen sind – sowohl vom Kindergartenkind als auch von den Eltern beziehungsweise Bezugspersonen. Für alle Beteiligten beginnt eine neue Lebensphase. Damit der Übergang von KiTa zur Grundschule gelingt, haben die Akteure im Bildungsnetzwerk Oberberg gemeinsam mit Fachleuten im vorschulischen und schulischen Bereich eine Handreichung erstellt.

Anhand dieses gut 40-seitigen Leitfadens werden Kinder in allen Entwicklungsbereichen gefördert und die Familien in ihrer Betreuungs- und Erziehungsaufgabe unterstützt. Die Handreichungen wurden ansprechend gestaltet und gedruckt, um Fachpersonal in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen des Oberbergischen Kreises damit auszustatten.

Landrat Jochen Hagt über die gute Zusammenarbeit im Bildungsnetzwerk Oberberg: „Mir ist es wichtig, dass wir im Oberebergischen Kreis im Bildungsbereich auf allen Ebenen eng zusammenarbeiten und Verabredungen treffen, die den Bildungserfolg der jungen Menschen unterstützen. Hierzu haben wir das Bildungsnetzwerk Oberberg gegründet. Die Zusammenarbeit im Arbeitskreis „Übergang KiTa – Schule“ und die erarbeiteten Qualitätsstandards sind ein gutes Bespiel dafür, was auf diesem Wege erreicht werden kann. Wir werden auch in diesen schwierigen Zeiten weiterhin zusammenarbeiten um auf der Grundlage gemeinsamer Standards die Bildungslandschaft im Oberbergsichen Kreis qualitativ und quantitativ auf- und auszubauen.“

Mit diesem Leitfaden zur Gestaltung des Übergangs in den oberbergischen Kindertageseinrichtungen und Grundschulen werden Kinder in allen Entwicklungsbereichen gefördert und die Familien in ihrer Betreuungs- und Erziehungsaufgabe unterstützt. Für alle Bildungsakteure und Einrichtungen werden gesetzliche Grundlagen, vereinbarte Qualitäts- Standards (beispielsweise die Schuleingangsuntersuchung) und unterstützende Verfahrensweisen aufgeführt. Dazu gehören gemeinsame (Informations-) Veranstaltungen für die Eltern und Familien der Kinder, gemeinsame Konferenzen zur Gestaltung des Übergangs in die Grundschule und gemeinsame Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen zu ausgewählten Themen der Fach- und Lehrkräfte.

Aufgrund der guten Zusammenarbeit im Bildungsnetzwerk Oberberg wurde das „Projekt Handreichung“ finanziell von der Bildungsstiftung der Kreissparkasse Köln unterstützt, sagt deren Geschäftsführer Christian Brand: „Ein gemeinsames Ziel aller ist sicherlich, Kindern die bestmöglichen Chancen für ihren Bildungsweg zu bieten. Diese Handreichung zur „Gemeinsamen Gestaltung des Übergangs von der Kita in die Grundschule“ ist das Ergebnis eines solchen, intensiven Qualitätsentwicklungsprozesses im Bildungsnetzwerk Oberberg, der genau diesen und darüber hinaus viel tiefergehenden Fragen nachgegangen ist.“

Der Leitfaden kommt zur rechten Zeit, denn gerade in der Corona-Krise sind Eltern und Kinder bei der Bewältigung dieser Entwicklungsaufgaben beim Übergang von KiTa in Grundschule gefordert. Kinder haben zumeist nur ungenaue Vorstellungen von der Schule, auch wenn sie diese vielleicht schon einmal mit ihrer Kindergartengruppe besucht haben. Viele Eltern sind bei Schulstart verunsichert, ob ihr Kind die neuen Aufgaben (gut) bewältigen kann. Anregungen und Empfehlungen zu Situationen wie diesen greift die Handreichung auf.

Wenn der Übergang von KiTa zur Grundschule gelingt, entsteht Vertrauen. Wer den Übergang von Kindergarten zu Grundschule meistert, wird gestärkt und kann diese Kompetenz auch bei zukünftigen Übergängen nutzen. Auch im Hinblick darauf ist Schuldezernentin Birgit Hähn froh, dass die Partnerinnen und Partner im Bildungsnetzwerk Oberberg das „Projekt Handreichung“ erfolgreich umgesetzt haben: „Besonders wertvoll ist es, dass auf diesem Weg eine Arbeitsstruktur auf Kreisebene etabliert werden konnte, in der die Akteure im Übergang von der Kita in die Schule auch zukünftig Qualitätsentwicklungsprozesse gemeinsam initiieren, begleiten und gestalten können.“

Stefan Meisenberg, Bürgermeister der Gemeinde Marienheide und aktiv im Bildungsnetzwerk Oberberg ergänzt: „Ich bin sehr dankbar, dass der Oberbergische Kreis diesen Prozess angestoßen und begleitet hat. Die gemeinsamen Standards schaffen in der konkreten Zusammenarbeit vor Ort eine Orientierungsmöglichkeit in einem stark heterogenen Bereich unseres Bildungssystems.“

Kerstin Pack, Bildungsbüro des Oberbergischen Kreises, bezeichnet die gemeinsam erarbeitete Handreichung als gelungenes Projekt: „Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Akteuren aus den unterschiedlichsten Bildungsbereichen und Handlungsfeldern war eine große Herausforderung. Das Ergebnis – die Handreichung – spricht für sich und zeigt, wie gut dies gelungen ist. Ich bedanke mich an der Stelle bei allen Teilnehmenden für das mir entgegengebrachte Vertrauen.“

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