Wissenschaft und Technik spielerisch erforschen

Rheinisch-Bergischer Kreis Kinder entdecken jeden Tag die Welt um sich herum und haben dabei viele Fragen. In der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Forsbach werden junge Schülerinnen und Schüler dabei unterstützt, diesen selbstständig nachzugehen. Denn das spielerische Erforschen von Alltagsphänomen in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) ist fester Bestandteil des Schulalltags.

Für ihren Einsatz in der frühen MINT-Bildung erhält die Einrichtung daher nun das Zertifikat „Haus der kleinen Forscher“. Als erste Grundschule im Rheinisch-Bergischen Kreis hat sich die Schule bereits zum zweiten Mal für die Auszeichnung qualifiziert. „Bei uns wird Schule täglich auch ein Stück weit zu einer spannenden Entdeckungsreise. Gerade im Bereich der MINT-Fächer ist es sehr wichtig, sich im Unterricht an der Lebenswelt der Kinder zu orientieren und so die Lust am Lernen zu wecken“, so Schulleiterin Bettina Nebel über das Bildungsprogramm. Insgesamt 14 Einrichtungen im Rheinisch-Bergischen Kreis sind als „Haus der kleinen Forscher“ zertifiziert. Unterstützt werden sie dabei vom zdi­­‑Netzwerks MINT Rhein-Berg.

Wie schließen sich Stromkreise und weshalb haben elektrische Geräte einen Schalter? Solchen Fragen rund um das Thema Elektrizität und weiteren Alltagsbereichen gingen die Kinder im Unterricht der GGS Forsbach nach. Als kleine Forscherinnen und Forscher experimentierten sie zudem in einer Pflanzenforscher-AG, hier lösten sie diverse Matheknobeleien und ergründeten biologische Phänomene im Rahmen wissenschaftlicher Versuche. Um spannende Unterrichtsideen zu entwickeln und die Kinder bei ihren Entdeckungen zu begleiten, bildeten sich die Lehr- und Fachkräfte der GGS Forsbach und des Offenen Ganztags zudem regelmäßig im Rahmen der bundesweiten Bildungsinitiative „Haus der kleinen Forscher“ fort.

Durch das Programm bekommen Kinder einen spielerischen Zugang zu den MINT-Fächern. „Ein ‚Haus der kleinen Forscher‘ hat das Ziel, den Forschergeist der Kinder wecken. So verlieren sie auch mögliche Berührungsängste mit Mathematik, Physik, Biologie und ähnlichen Fächern und werden stark für die Zukunft gemacht“, erklärt Katrin Sachs, Koordinatorin des zdi-Netzwerks MINT Rhein-Berg. Daneben werden eine Reihe weiterer Fertigkeiten gefördert. Die Schülerinnen und Schüler gewinnen an Sprachvermögen, Sozialkompetenz und nicht zuletzt auch an Selbstvertrauen.

Frühkindliche Entdeckerlust begleiten und fördern

Die Auszeichnung „Haus der kleinen Forscher“ erhalten Einrichtungen wie Kindertagesstätte oder Grundschulen, die sich kontinuierlich in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Technik engagieren und das Forschen mit den Kindern als festen Bestandteil in den Alltag integrieren. Dabei sind feste Qualitätskriterien vorgegeben, die sich am Deutschen Kindergarten Gütesiegel oder den „Prozessbezogene(n) Qualitätskriterien für den naturwissenschaftlichen Unterricht“ orientieren. Die Zertifizierung wird für zwei Jahre verliehen, dann können sich die Einrichtungen neu bewerben. Hierbei und bei der Qualifizierung der Fachkräfte informiert und unterstützt das zdi-Netzwerk MINT Rhein-Berg.

Interessierte am Fortbildungsangebot der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ können sich an die Koordinatorin Katrin Sachs telefonisch oder per E-Mail wenden. Als Partner stellt das Netzwerk das Angebot im Rheinisch-Bergischen Kreis für pädagogische Fach- und Lehrkräfte bereit.

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