Spenden für High-Tech-Röntgengerät

Bergisch Gladbach Ein neues High-Tech-Röntgengerät ermöglicht am Evangelischen Krankenhaus Bergisch Gladbach (EVK) ab sofort dreidimensionale und hochauflösende Bilder des Körperinneren während der Operation. Der sogenannte Röntgen-C-Bogen wird von der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Marc K. Schuler eingesetzt. Der Förderverein des EVK unterstützt die Anschaffung mit einer großzügigen Spende. Die Kreissparkasse Köln steuerte eine Zuwendung von 2.500 Euro bei.

Der C-Bogen ermöglicht beispielsweise eine Computertomographie des Knochens mit dreidimensionaler Bildgebung in nur etwa 30 Sekunden. Der Arzt kann z.B. eine Aufnahme des Beckens oder eines Wirbelkörpers in jeder Größe und in verschiedenen Schichten betrachten sowie dreidimensional drehen. Außerdem erlaubt dieser C-Bogen weitere Schritte in Richtung der Robotik der Unfallchirurgie, berichtet Dr. Schuler: „Wir setzen hier in der Unfallchirurgie jetzt eines der neuesten und besten Geräte auf dem Weltmarkt ein.“

Für die optimale Versorgung von komplizierten Brüchen am Becken, an der Wirbelsäule und an allen Gelenkflächen, die ganz genau zusammengesetzt werden müssen, werden hochauflösende Röntgengeräte benötigt, die sich im OP-Saal an die gewünschte Stelle fahren und schwenken lassen. Der C-Bogen verdankt seinem Namen dabei seiner optischen Form, die dem dritten Buchstaben des Alphabetes stark ähnelt. Dadurch können Röntgenröhre und digitaler Bildwandler des Gerätes vollständig um den Patienten herumfahren.

„Durch den großen Radius des C-Bogens können z.B. auch bei komplexen Schulteroperationen exakte Einstellungen vorgenommen werden, was die Operationsdauer und damit die Zeit in Narkose für unsere Patienten reduziert und eine schnelle Heilung begünstigt“, sagt Dr. Schuler. Das im EVK eingesetzte Gerät verfügt außerdem über einen der weltweit größten Bogenradien für Röntgengeräte. Dr. Schuler: „Dies hat den Vorteil, dass auch beleibte Patienten auf den vorhandenen OP-Tischen aus röntgendurchlässigem Carbon zuverlässig und optimal behandelt werden können.“

Darüber hinaus erlaubt das 3D-Röntgen-Gerät durch einen Metalldetektor die millimetergenaue Darstellung jedes Implantats in allen Ebenen gleichzeitig, z.B. jedes Drahts und jeder Schraube einzeln und automatisch. Ein weiterer Vorteil ist die reduzierte Strahlenbelastung für die Patienten, denn es handelt sich um ein ausschließlich digital arbeitendes Röntgengerät. Es muss also kein klassisches Röntgenbild entwickelt werden.

Oliver Engelbertz, Regionalvorstand Rhein-Berg der Kreissparkasse Köln, betont die Relevanz einer modernen Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum. „Es heißt: ‚Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts‘. Dieser Gedanke ist nicht neu, könnte in Zeiten wie diesen aber kaum aktueller sein. Umso wichtiger ist es, dass sich Institutionen wie der Förderverein des EVK dafür einsetzen, dass Bergisch Gladbach ein führender Gesundheitsstandort in der Region ist und bleibt – ein Engagement, das den Menschen vor Ort zugutekommt und das wir gerne unterstützen.“

Der C-Bogen erweitert die Qualität der Klinik erheblich, wie Dr. med. Marc K. Schuler betont, der seit Juli 2019 Chefarzt der Orthopädie, Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie ist. „Ergänzend zu unserem neuen Röntgengerät nutzen wir bereits einen pneumatischen Armhalter für Arthroskopien und Schulterprothesen, einen elektrischen Beinhalter für Knie- und Fuß-Operationen und die modernsten Implantate, die wir finden können.“

 

Hinterlasse einen Kommentar