Renate Hochstein: Was ich gerade lese

Wipperfürth Renate Hochstein, die Chefin der Wipperfürther Buchhandlung Colibri ist eine leidenschaftliche Leseratte. Krimis gehen ihr „auf den Senkel“, aber dafür vertieft sie sich gerne in andere Werke und empfiehlt folgende Titel:

Angelika Waldis: „Ich komme mit“

Roman: „42 Jahre wohnt die 79-jährige Vita Maier im gleichen Haus, bis unter ihr der Student Lazy einzieht. Eines Tages findet sie ihn krank im Treppenhaus und päppelt ihn auf. Eine ungewöhnliche Freundschaft beginnt, die schließlich in einer gemeinsamen Reise endet. Witzig geschrieben, tragisch und komisch zugleich. Ein Buch, das Mut macht.“

Arno Geiger : „Unter der Drachenwand

Roman: „1944, der 23-jährige Veit hat gerade Abitur gemacht und muss in den Krieg ziehen. An der Front verwundet, darf er zurück an den Mondsee im Salzburger Land. Er kommt zum Nachdenken, wie man als Soldat gepushed wird, warum in seiner Familie Nazimenschen sind, und er verliebt sich. Ein hervorragendes Buch über die Schwierigkeiten, in Kriegszeiten zu sich selbst zu finden, und den Alltag abseits der Front. Das Buch wird 2021 übrigens Abiturthema sein.“

Henry David Thoreau: „Walden“

Sachbuch/Roman: „1845 baute sich Thoreau eine Blockhütte in den Wäldern von Massachusetts. Über sein zweijähriges Aussteiger-Experiment abseits des beginnenden Industriezeitalters, fern von Staat und Massengesellschaft, schrieb er diesen Klassiker. Eine Utopie, die schon Mahatma Gandhi und die 68er bewegte. Sie ist heute wieder aktueller denn je. Kann man unabhängig vom Rest der Welt leben?“

 

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