Re:Help e.V. unterstützt Armenküche in Kathmandu

Wiehl Seit der Öffnung Nepals für ausländische Touristen in den 1950er Jahren hat die Tourismusbranche noch nie eine solche Katastrophe erlebt. Mit Ausbruch der Corona-Pandemie ist der Tourismus komplett zum Erliegen gekommen, tausende Nepalesen sind arbeitslos und die Regierung erließ mehrere Lockdowns. 

Nepal ist eines der ärmsten Länder der Welt. Tausende von Tagelöhnern, die in Kathmandu und den anderen größeren Städten täglich ums Überleben kämpfen sind jetzt Angst und Hunger ausgesetzt. Gewohnt daran, täglich kleine Arbeiten in der Umgebung zum Broterwerb und Leben zu haben, gibt es jetzt nicht die geringste Chance Geld zu verdienen und die Familie durchzubringen. Die Folgen der Corona Krise sind für die Bevölkerung in Nepal weitaus schlimmer als nach der Erdbebenkatastrophe 2015. 

Der Dortmunder Verein Shanti Leprahilfe e.V. ist seit über 28 Jahren in Nepal aktiv und betreibt dort unter anderem in Nepals Hauptstadt eine Armenküche. Neben sauberem Trinkwasser aus dem Brunnen gibt Shanti dort täglich etwa 1200 Essen für die bedürftigen Menschen aus. Durch den persönlichen Austausch zwischen den Vereinsgründerinnen Frau Marianne Großpietsch und Frau Renate Kotz, beschloss Re:Help, diese Initiative mit einer Spende in Höhe von EUR 6000,00 zu unterstützen. Damit werden 36000 Mahlzeiten für die Ärmsten der Armen finanziert. Diese werden unter anderem in vier großen Slums in Kathmandu verteilt.

Unabhängig von der Unterstützung an die Shanti Leprahilfe ist Re:Help nach wie vor im abgelegenen Bergdorf Rapcha aktiv. Seit 2013 wurden dort verschiedene Bildungsprojekte erfolgreich realisiert. Unter anderem ein von Re:Help finanzierter Kindergartenneubau im Jahr 2017. Die Grundsteinlegung für den Bau der Mädchenunterkunft für Schülerinnen, die einen sehr langen Fußmarsch zur Schule haben, erfolgte im Jahr 2019. Die Fertigstellung des Gebäudes verzögerte sich coronabedingt um einige Monate, dennoch schreitet der Innenausbau derzeit zügig voran.