Maßnahmen gegen Auswirkungen des Klimawandels

Rheinisch-Bergischer Kreis Im Projekt :metabolon arbeitet eine ganze Region gemeinsam daran, sich für die Folgen des Klimawandels gut aufzustellen. Dies kann nur interkommunal erfolgen und sollte die einzelnen, richtungweisenden Projektansätze und -vorhaben integrieren.  

Gute Beispiele und innovative Praxisansätze starten mittlerweile in den Kreisen und Kommunen. Ob es sich um die Klimawandelvorsorgestrategie der Region Köln/Bonn oder die Ansätze der EnergieAgentur NRW handelt, all diese Vorhaben werden für die insgesamt 64 Mitgliedskommunen des Bergischen Energiekompetenzzentrums auf :metabolon sichtbar und in vielen Fällen entstehen räumliche und inhaltliche Kooperationen. Hierbei ist es wichtig, so praxisnah wie möglich zu arbeiten und die BürgerInnen der Region frühestmöglich zu beteiligen. 

Ein exemplarisches Vorhaben wurde durch den Rheinisch-Bergischen Kreis initiiert. Es könnte auch anderen Kommunen als Beispiel dienen und zur regionalen Kooperation anregen. Elke Reichert, Kreis-Dezernentin für Umwelt und Planung, erläutert im Kurz-Interview Anlass und Vorgehen. Hierbei ist der Aufruf zur Beteiligung durch die BürgerInnen ein wesentlicher Ansatz für die weiteren Planungen und Umsetzungen.

Was unternimmt der Rheinisch-Bergische Kreis, um die Region an das sich wandelnde Klima „anzupassen“? 

Reichert: „Der Rheinisch-Bergische Kreis erstellt aktuell ein Konzept zur Anpassung an den Klimawandel. Darin werden zunächst die möglichen Folgen des Klimawandels im Kreisgebiet analysiert. Das sind zum Beispiel die trockenen Hitze-Sommer einerseits und der öfter auftretende Starkregen andererseits. Diese extremen Wettereignisse haben zum Beispiel Auswirkungen auf unsere Umwelt, die menschliche Gesundheit sowie die Land- und Forstwirtschaft.

Teil des Konzeptes ist es, Maßnahmen zu entwickeln, die auf den Rheinisch-Bergischen Kreis und seine Kommunen zugeschnitten sind. Diese sollen helfen, die Folgen solcher extremen Wetterereignisse abzumildern. Das Konzept soll in der ersten Jahreshälfte 2021 fertiggestellt werden und als Grundlage für eine kreisweite Klimawandelvorsorge-Strategie dienen.“ 

Aktuell gibt es eine Online-Umfrage zu Klimaereignissen und Wetterextremen im Rheinisch-Bergischen Kreis. Wie sieht diese aus und warum ist es wichtig, dass sich die Bürgerinnen und Bürger daran beteiligen?

Reichert: „Die Menschen vor Ort kennen lokale Klimaveränderungen und deren direkte Folgen natürlich am besten. Wir sind daher für alle Meldungen unserer Bürgerinnen und Bürger zu wetterbedingten Schadensfällen und möglichen Lösungsideen sehr dankbar. Sie helfen dabei, neue Erkenntnisse zu gewinnen und die Ergebnisse unserer Datenanalyse zu bestätigen.

Die „Umfrage“ hat keine klassischen Fragen. Stattdessen können Bürgerinnen und Bürger auf einer Kreis-Karte markieren, wo sie im Rheinisch-Bergischen Kreis bereits eine Klimawandelfolge erlebt haben. Dabei kann es sich um Orte in der Stadt oder auf dem Land handeln, an denen sich im Sommer die Hitze besonders gestaut und Alt wie Jung aufs Gemüt geschlagen hat. Es können auch Orte genannt werden, an denen ein Starkregenereignis den Keller oder ähnliches geflutet haben.

Darüber hinaus können die Rhein-Bergerinnen und Rhein-Berger Orte melden, wo Felder und Wälder durch Hitze, Dürre oder Starkregen Schaden genommen haben. Dabei ist es egal, ob das Ereignis in diesem, vor fünf oder vor zehn Jahren stattgefunden hat.“ 

Eine Beteiligung an der Umfrage ist noch bis Ende Oktober möglich unter: 

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