Hospizbegleitung trotz Corona möglich

Oberbergischer Kreis Zum Welthospiztag am 10. Oktober und zum deutschen Hospital am 14. Oktober erinnern die Malteser daran, dass sie trotz Corona sterbenden Menschen und deren Angehörige helfen können.

„Für viele Belastungen, die durch eine unheilbare Erkrankung für die Betroffenen und ihre Angehörigen entstehen, können wir pragmatische Lösungen anbieten“, sagen Heike Paas und Anke Bidner von den  Malteser Hospizdiensten Wiehl, Nümbrecht, Aggertal und Lindlar sowie dem Kinder und Jugendhospizdienst Oberberg. Es gehe darum, zu jeder Zeit ein würdevolles Leben zu ermöglichen – und dass sei auch in Corona-Zeiten möglich. Der Griff zum Telefonhörer, um die Malteser um Rat zu fragen, sei ein erster Schritt dazu.

Beim ersten Kontakt mit den Koordinatoren wird besprochen, was für den erkrankten Menschen und gegebenenfalls für die Angehörigen notwendig und hilfreich sein kann. Besonders der persönliche Gewinn durch die menschliche Zuwendung einer ehrenamtlichen Begleiterin oder eines ehrenamtlichen Begleiters wird erwogen. Wie die Unterstützung gestaltet wird, hängt wesentlich von den Wünschen ab. Die Begleitung findet sowohl in der privaten Wohnung als auch in Altenhilfeeinrichtungen statt – immer unter Wahrung der geltenden Corona-Schutzmaßnahmen. 

Ehrenamtliche unterstützen und entlasten pflegenden Angehörige

„Die speziell geschulten Ehrenamtlichen schenken den Menschen gerne ihre Zeit und Aufmerksamkeit, sind Gesprächspartner, leisten fast freundschaftliche Hilfe oder wachen am Bett“, sagt Heike Paas. Die Helfer sind auf die Begleitung sterbender- oder dementiell veränderter Menschen vorbereitet. In der Regel sind die Malteser zwei Stunden pro Woche bei den Kranken, bei Bedarf auch gerne mehr. „Für die Begleitung von Kindern und Jugendlichen, die chronisch erkrankt sind, sowie deren Familien, bieten die Malteser ebenfalls Unterstützung durch Ehrenamtliche unterschiedlichen Alters an, die auch auf diese Aufgabe vorbereitet wurden“, so Anke Bidner.

Die Ehrenamtlichen unterstützen die pflegenden Angehörigen, die in dieser Zeit das Haus verlassen können oder die Stunden für sich nutzen. Häufig suchen auch Familienmitglieder das Gespräch mit den Ehrenamtlichen. Neuerdings sind auch unkomplizierte Treffen im Freien oder Telefonate gerne in Anspruch genommene Kraftquellen.

Kontakt zu den Malteser Hospizdiensten

Malteser Hospizdienst Aggertal und Lindlar + Kinder und Jugendhospizdienst Oberberg

Malteser Hospizdienst Wiehl und Nümbrecht

 

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