Gästehaus „Beim Prinz“ zur Pflegeeinrichtung umgestaltet

Rheinisch-Bergischer Kreis Im Sommer beherbergte das Gästehaus „Beim Prinz“ pflegebedürftige Menschen aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis. In der Pandemiesituation kamen Dienstleister, beispielsweise aus der ambulanten und stationären Versorgung, Immobilienbesitzer und Einrichtungen wie Tagungsstätten, Rehakliniken, Hotels sowie Träger und Verbände aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis und der Umgebung beim Amt für Soziales und Inklusion der Kreisverwaltung an einen Tisch. Gemeinsam mit den Pflegekassen sowie dem Landschaftsverband Rheinland konnten alternative Versorgungsformen entwickelt und so genannte Sondereinrichtungen möglich gemacht werden.

Das Haus wurde in kurzer Zeit zu einer Sondereinrichtung für Kurzzeitpflege umgebaut. Mit dem zusätzlichen Angebot der Kurzzeitpflege war es zudem möglich, stationäre Plätze in den Krankenhäusern für Corona-Patienten freizuhalten sowie die weiteren Pflegeeinrichtungen zu entlasten. Um das Personal des ambulanten Pflegedienstes weiter zu unterstützen stellte die Bundeswehr dem Rheinisch-Bergischen Kreis Pflegekräfte zur Verfügung.

Landrat Stephan Santelmann bedankte sich nun für die schnelle Errichtung und die gute Zusammenarbeit mit den Betreibern des Gästehauses, dem ambulanten Pflegedienst Lebensbaum sowie den zusätzlichen Helfern der Bundeswehr: „Eine besondere Zeit erfordert besondere Maßnahmen, die durch alle Beteiligten möglich gemacht werden konnten: Viele Akteure haben sich in dieser Krisensituation solidarisch gezeigt und so die pflegerische Versorgung im Rheinisch- Bergischen Kreis während der Corona-Pandemie sichergestellt. Für diesen Einsatz bedanke ich mich sehr herzlich.“

Um die pflegerische Versorgung möglich zu machen wurde das Gästehaus in einen Pflegebereich umgestaltet und die Verpflegung der Bewohnerinnen und Bewohner organisiert. Zudem wurde eine EDV und eine Notrufanlage installiert, Pflegematerial beschafft sowie ein Mitarbeiterzimmer eingerichtet. „Mit Lebensbaum konnte ein ambulanter Pflegedienst gefunden werden, der die Versorgung von Pflegebedürftigen organisiert und gewährleistet, dass aufgrund der Corona-Pandemie eine nicht mögliche Versorgung im eigenen zu Hause oder in Regeleinrichtungen sichergestellt wird“, so Claudia Materne, Amtsleiterin für Soziales und Inklusion des Rheinisch-Bergischen Kreises.

Geholfen haben da auch die engen Abstimmungen zwischen den pflegerischen Diensten und Trägern von Pflegeeinrichtungen vor Ort, der Gemeindeverwaltung Kürten sowie dem Rheinisch-Bergischen Kreis. Durch das hohe persönliche Engagement der Betreiber des Gästehauses, Ludmila Prince und René Schott, sowie der Mitarbeitenden des ambulanten Pflegedienstes Lebensbaum, unter Leitung des Geschäftsführers Bernhard Rappenhöner, konnten pflegebedürftige Personen in den Gästezimmern versorgt werden bis deren Quarantäne beendet war.

Die Zusammenarbeit des Pflegedienstes Lebensbaum mit den pflegerisch sehr gut geschulten Bundeswehrmitarbeitenden kam bei allen Beteiligten gut an. „Wir konnten in der Zeit der Versorgung auf hervorragende und professionelle Zusammenarbeit zwischen der Einrichtung Lebensbaum und den Soldatinnen und Soldaten zählen“, so der Leiter der Pflege des Lebensbaum Thomas Voß. Für die Unterbringung des Bundeswehrpersonals setzten sich die Betreiber des Gästehauses ebenfalls persönlich ein und statteten Wohnungen, die vom Rheinisch-Bergischen Kreis angemietet wurden, aus, reinigten die Zimmer und kümmerten sich um das Wohlbefinden der Aushilfskräfte der Bundeswehr.

Ende Juli wurde die Sondereinrichtung beim Prinz in Kürten aufgrund des derzeitigen Bedarfs an die Lage angepasst und wieder heruntergefahren. „Die Einrichtung kann aber jederzeit, angepasst an die aktuelle Corona-Lage, wieder hochgefahren werden“, so Rappenhöner.

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