Ford Kuga: Hybrid auf leisen Sohlen

Wipperfürth Der Kuga ist neben dem Focus das wichtigste Modell für Ford. Man könnte meinen, der Autobauer hat mit dem neuen Wagen einen wahren Geniestreich hingelegt. Der Grund: erstmals gibt es den Kuga als Mild- und Plug-in-Hybrid.

Wer den Kuga zum ersten Mal fährt, wird den leisen Antrieb bemerken. Beim Anfahren und beim Beschleunigen des Wagens ist der Motor nicht zu hören. Das zeigt, dass Ford mit dem Geist der Zeit geht und außerdem auf umweltbewussten Fahrspaß setzt. Gleichzeitig bietet der Hersteller das Modell mit den herkömmlichen Antriebsoptionen Benzin und Diesel an. Neben dem leisen Antriebsgeräusch der Hybrid-Version sorgt der Preis des Ford Kugas für Erstaunen beim Kunden. 49.500 Euro kostet das Modell ST-Line X laut Liste, mit reichlich Extras und 225 PS unter der Haube. Allerdings bietet Ford mit den Linien Cool & Connect sowie Titanium günstigere Modelle an, die ebenfalls die Herzen von Autofans höher schlagen lassen.

Die großzügige Beinfreiheit im Cockpit ist ein weiterer Punkt, mit dem der neue Ford Kuga Plug-in-Hybrid überzeugt. Darüber hinaus haben auch die Mitfahrer auf der Rückbank ausreichend Platz und Bewegungsfreiheit. Generell fällt der neue Ford Kuga schlank aus und hat fast schon etwas von einem Geländewagen. Aber eben nur fast. Im abschüssigen und unwegsamen Gelände rund um die Bever-Talsperre wirkt der Wagen schwerfällig.

Die Fahrerassistenz-Systeme gleichen dieses Manko allerdings wieder aus. Ein Beispiel hierfür ist die intelligente Geschwindigkeitsanlage inklusive Stau-Assistent mit Stop & Go-Funktion. Es unterstützt das Abstandhalten zum vorausfahrenden Fahrzeug und bringt das Fahrzeug ganz zum Stehen. Setzt sich der Verkehr wieder in Bewegung, fährt auch das Fahrzeug wieder an. Daneben ist der Kuga mit einem Ausweichassistenten ausgestattet, der dem Fahrer als aktive Lenkunterstützung dient. So kann der Ausweichvorgang in einer Stresssituation sicher beendet werden. Zusätzlich ist der Kuga mit einem aktiven Park-Assistenten ausgestattet. Dieser steuert die Lenkung, führt in die Parklücke hinein und auch wieder heraus.

Als benutzerfreundlich erweist sich auch der Kofferraum des Kuga. Dieser hat insgesamt ein Volumen von 435 Liter und bietet genug Stauraum für das Reisegepäck einer vierköpfigen Familie, weiterer Pluspunkt: die Ladekante beträgt 70 Zentimeter und ist damit erstaunlich niedrig. Wenig Zeit benötigt die Ladezeit des Kugas. In rund sechs Stunden kann er an einer 230-Volt-Steckdose aufgeladen werden. An einer öffentlichen Ladestation dauert es rund 3,5 Stunden. Im elektrischen Fahrbetrieb kann der Kuga Hybrid bis zu 56 Kilometer emissionsfrei zurücklegen. Es ist zwar kein Weltwunder, aber dennoch ein Meisterwerk.

Bergland Gruppe, Bergneustadt, Radevormwald, Remscheid, Waldbröl, Wipperfürth

Christoph Ledder

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