Open-Air-Arena Wipperfürth mit vielen Stars

Wipperfürth Für Julian und Roman Wasserfuhr ist der Pressetermin in Wipperfürth ein Heimspiel, schließlich kommen sie aus dem benachbarten Hückeswagen und sind in der Hansestadt zur Schule gegangen. Mirko Bäumer von den Bläck Fööss musste allerdings schon sein Handy bemühen, um sich selbst zum Marktplatz zu navigieren: „Ich hatte mal vor langer Zeit einen Auftritt in Wipperfürth, aber hier an diesem Ort war ich tatsächlich noch nie.“

In knapp zwei Wochen wird Bäumer erneut anreisen und mit seinen Bläck Fööss am Freitag, 28. August die Open-Air-Arena auf den Ohler Wiesen eröffnen. Sicherlich nur ein schwacher Trost für die Kölner Kultband, die dieses Jahr eigentlich ihr 50. Bandjubiläum mit drei Open-Air-Konzerten auf dem Roncalli-Platz am Dom feiern wollte.

„Das ist natürlich gerade für die älteren Kollegen sehr schade. Aber wir haben auch vor Autos gespielt, die noch nicht einmal hupen durften. Und da sind wir nun über Auftritte wie am vergangenen Sonntag in der Lanxess Arena oder jetzt hier Open Air in Wipperfürth sehr dankbar“, so Bäumer, der mit seinen Bandkollegen parallel dazu im Studio verweilt und das Jubiläumsalbum der Fööss einspielt.

Im Anschluss werden sich an fünf weiteren Abenden auch bekannte Größen wie Kasalla, Gestört aber GeiL, Mia Julia sowie Comedy-Star Bülent Ceylan die Ehre geben. Und eben auch Julian & Roman Wasserfuhr, die mit ihren Jazz-Interpretationen seit nunmehr 15 Jahren nationale und internationale Erfolge feiern. „Wir haben uns dieses Jubiläum auch ganz anders vorgestellt“, berichtet Roman, der mit seinem Bruder in der Vorwoche den ersten Auftritt nach fünf Monaten Zwangspause absolvierte: „Das war ein tolles Gefühl, das wir sehr vermisst haben.“ Die Zwischenzeit hatten sie genutzt, um an ihrem nächsten Studioalbum zu arbeiten.

Einer der nächsten Termine führt die Jazz-Brüder am 4. September nach Wipperfürth, und dafür hat Veranstalter Björn Lange aus Wiehl gesorgt. In Rekordzeit wurde ein neues Konzept geschnürt und ab dem nächsten Freitag können bis zu 1.000 Besucher auf sechs Tribünen und im Innenraum der Open-Air-Arena wieder echte Live-Events genießen. Die Vorgaben waren allerdings etwas strenger, und so musste Lange neben dem obligatorischen Bauantrag und dem dazugehörigen Sicherheitskonzept auch erstmals ein Hygienekonzept erstellen.

„Auch und gerade deswegen sitzen wir hier. Die Zeiten sind sehr ungewöhnlich und die Menschen haben Fragen und Bedenken“, führt Lange aus, der mit seiner Crew seine Hausaufgaben gemacht hat: „Wir haben alle Auflagen erfüllt und die Besucher können bei uns gefahrlos und unbeschwert schöne Abende genießen.“ Das bestätigt auch die ebenfalls anwesende Susanne Berger vom Ordnungsamt der Stadtverwaltung Wipperfürth, die das Hygienekonzept des Veranstalters bei der zuständigen Kreisverwaltung eingereicht hat: „Es gab keine Bedenken und auch keinerlei Beanstandungen.“

Die Besucher müssen sich bereits beim Ticketkauf legitimieren, damit eine platzgenaue Rückverfolgung der Anwesenden möglich ist. Beim Einlass und beim Gang durch die Arena ist ein Mund- und Nasenschutz zu tragen, der auf dem Platz und damit auch während der Veranstaltungen entfernt werden darf. Eine erhöhte Anzahl von Sicherheitskräften wird für die Sicherheit und die Einhaltung der Corona-Regeln sorgen, die auch via Videowand projiziert werden. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls auf dem Gelände gesorgt, und auch hier ist beim Ankauf der Speisen und Getränke ein Mund- und Nasenschutz zu tragen.