Erstmals H-Gas im Rheinisch-Bergischen Kreis

Köln Die erste Schaltung von L- auf H-Gas im Rahmen der Erdgasumstellung innerhalb des Netzgebietes der Rheinischen NetzGesellschaft mbH steht kurz bevor: Ab August werden im Umstellgebiet 2020 erste Teile des Erdgasnetzes in Bergisch Gladbach mit H-Gas befüllt. „Zunächst werden wir große Teile der Stadtmitte sowie die Stadtteile Gronau, Heidkamp und Sand mit H-Gasversorgen“, erklärt Stephan Pütz, Projektleiter der ErdgasUmstellung.

Die zweite Schaltung in weiteren Teilen der Bergisch Gladbacher Innenstadt sowie in Odenthal und Rösrath ist für September diesen Jahres geplant. Eine dritte Schaltung folgt dann im November in Overath und Engelskirchen sowie in Teilen von Lindlar und Gummersbach. „Wir werden alle Haushalte und Unternehmen imUmstellgebiet 2020 bis zum Jahresende mit H-Gas versorgen“, sagt Stephan Pütz.

Im Vorfeld der Schaltungen erheben Techniker der ErdgasUmstellung die Erdgasgeräte der Verbraucher und passen diese für die Nutzung der neuen Erdgasbeschaffenheit an. Mit dem bisherigen Ablauf der Erdgasumstellung im Rheinisch-Bergischen Kreis ist Stephan Pütz zufrieden: „Die Ver- braucherinnen und Verbraucher haben sehr gut mit uns zusammengearbeitet, wofür wir uns bedan- ken. Unsere Techniker konnten die für die H-Gas-Versorgung nötigen Arbeiten an den Erdgasgeräten problemlos durchführen.“

Aus „L“ mach „H“

Grund für die Erdgasumstellung ist die rückläufige Förderung und Lieferung von L-Gas aus den Niederlanden. Verbraucher werden daher künftig H-Gas aus anderen Quellen nutzen. Damit sämtliche Erdgasgeräte sicher und effizient mit H-Gas arbeiten können, ist es nötig, dass die Techniker der ErdgasUmstellung den Anpassungsbedarf in jedem Haushalt prüfen. In den meisten Fällen muss lediglich die Brennerdüse ausgetauscht werden. Die zwingend notwendige, gesetzlich vorgeschriebene Erdgasumstellung wird über eine bundesweite Umlage finanziert.

Der Umstellungsprozess

Insgesamt erstreckt sich der Prozess der Erdgasumstellung pro Umstellgebiet über zweieinhalb Jahre. Nach der ersten allgemeinen Information zum Thema und zu den bevorstehenden Aufgaben folgt die Erhebungsphase. Dabei erfassen die Techniker der ErdgasUmstellung die Daten aller Erdgasgeräte. Anschließend erfolgt die technische Anpassung der Erdgasgeräte. Die ErdgasUmstellung kündigt alle notwendigen Termine und Arbeiten schriftlich an. Der Prozess wiederholt sich nach und nach in weiteren Umstellgebieten.

Bis Ende 2029 ist die Erdgasumstellung im Rheinland sowie in den weiteren betroffenen Regionen Deutschlands abgeschlossen. Durch die Gasleitungen wird dann bundesweit einheitlich H-Gas strömen.

Umstellgebiete online checken

Erdgasverbraucher, die prüfen wollen, ob sie von der anstehenden oder einer der weiteren Schaltungen von L- auf H-Gas betroffen sind, können die interaktive Karte online nutzen. Auf der Webseite finden sich zudem alle Informationen, Hintergründe, FAQ und aktuelle Nachrichten zur Erdgasumstellung. Sämtlicher Inhalt der Webseite ist in sieben Sprachen verfügbar. Weitere Fragen beantworten Mitarbeiter über die kostenfreie Helpline  (Servicezeiten Mo.-Fr., 7-20 Uhr und Sa., 8-16 Uhr) und über E-Mail.

Über die ErdgasUmstellung und die RNG

Die ErdgasUmstellung ist eine Marke der Rheinischen NetzGesellschaft mbH (RNG), die Elektrizitäts- und Erdgasnetze im Rheinland betreibt. Die RNG ist gesetzlich dazu verpflichtet, die rund 500.000 Erdgasgeräte in ihrem Netzgebiet an die Nutzung von H-Gas anzupassen. Alle technischen und kommunikativen Maßnahmen hierfür übernimmt die ErdgasUmstellung. Die RNG wurde 2006 gegründet und betreibt die Versorgungsnetze in Köln und der rheinischen Region.

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