Auch Helfer brauchen Unterstützung

Rösrath Traumatisiert – so fühlen sich viele Trauernde in dieser Zeit nach dem Tod eines Angehörigen: Der persönliche Abschied von einem Sterbenden war in den ersten Monaten nach Ausbruch der Pandemie nicht möglich. Der Zugang zu Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Altenheimen war untersagt und damit eine Begleitung in den letzten Stunden eines Menschen undenkbar.

Auch die limitierte Teilnehmerzahl bei Beerdigungen gab Hinterbliebenen nicht das Gefühl, in gemeinsamer Trauer aufgefangen zu werden. Die Vorstellung, dass ein nahestehender Mensch allein und ohne den Beistand von Familie oder engen Freunden gestorben ist, lässt viele Trauernde auch Wochen später nicht zur Ruhe kommen.

Bedarf an Trauerbegleitung deutlich gestiegen

Trost und Hilfe geben in dieser schweren Zeit die Trauerbegleiterinnen und -begleiter des Ökumenischen Hospizdienstes Rösrath. Und das ehrenamtlich mit einem kostenlosen Angebot. Sie helfen in Einzelgesprächen und Trauergruppen bei der Bewältigung des Erlebten. Um diese verantwortungsvolle Aufgabe zu erfüllen, absolvieren sie vorab eine intensive, mehrmonatige Ausbildung, deren Kosten der Hospizdienst trägt. Aber auch nach der Ausbildung werden die Ehrenamtlichen durch Supervision und  Weiterbildungen unterstützt, damit Sie Trauernde professionell begleiten können. 

Da die Hospizdienste für die Arbeit mit Trauernden ausschließlich auf eine Finanzierung durch Spenden angewiesen sind,  gerät der Rösrather Hospizdienst durch die Vielzahl der Anfragen und die hierfür notwendigen Aus- und Weiterbildungen jedoch an seine finanziellen Grenzen. Auch wenn vereinzelt Spendenaktionen bei privaten Anlässen wie runden Geburtstagen oder Beerdigungen stattfinden, benötigt er daher dringend weitere Unterstützung. 

Unternehmen zeigen regionale Verbundenheit

Mit dem neuen Programm „Patenschaft spendet Trost/Zukunft“ wurde ein Konzept entwickelt, mit dem Unternehmen Fortsetzung und Ausbau der Rösrather Trauerarbeit fördern und ihr regionales Engagement als Sponsor darstellen können. Öffentlichkeitswirksam auf der Webseite des Hospizdienstes, durch Nennung in Veröffentlichungen und eigener Pressearbeit. Informationen zu den Möglichkeiten einer Patenschaft gibt es im Büro des Hospizdienstes bei Koordinatorin Katja Masala:

Auch Einzelspenden sind herzlich willkommen! Die Konto- und Kontodaten können auf der Webseite des Hospizdienstes eingesehen werden.

Aktuell

Durch die Übernahme der ersten fünf Patenschaften durch die Stiftung „endlich leben“ und die private „Laufgruppe KLG Klosterhof“ kann jetzt schon die konkrete Planung einer neuen Ausbildungsgruppe starten. Der Rösrather Hospizdienst zeigt sich sehr ermutigt in seiner Arbeit für Trauernde durch den  erfolgreiche Start der Aktion und hofft, dass sich noch viele weitere Gruppen diesem Engagement anschließen. 

Hinterlasse einen Kommentar