Albert-Einstein-Schule bleibt geöffnet

Remscheid Die gestrige positive Testung einer nicht in Remscheid lebenden Lehrerin an der Albert-Einstein-Schule Remscheid führt nicht zur Schließung der Gesamtschule mit rund 1200 Schülerinnen und Schülern. Die betroffene Lehrerin, ihre Schulklasse und ein im Unterricht anwesender Lehrer bleiben aus Gründen der Sicherheit in 14-tägiger häuslicher Quarantäne. Es steht ihnen frei, sich gegen Ende der Isolation im Testzentrum des Gesundheitsamtes freiwillig auf Covid 19 testen zu lassen. Das Gesundheitsamt wird die betroffenen Eltern zeitnah mit allen Details zum weiteren Vorgehen versorgen. Auch die Schule wird auf ihrer Homepage informieren.

Die positiv getestete Lehrerin der Remscheider Gesamtschule hat alles richtig gemacht und überaus verantwortungsvoll reagiert: Als  sich bei ihr am vergangenen Wochenende leichte Erkältungssymptome einstellten, ließ sie sich in Abstimmung mit der Schulleitung zur Sicherheit gleich am Montagmorgen (10. August) auf das Coronavirus testen.

Der Test wurde mit zwei Abstrichen durchgeführt: ein Abstrich im Rachen und einer in der Nase. Gestern Morgen, passend zum Schulstart, gab die konsultierte Arztpraxis (Anmerkung: keine Remscheider Arztpraxis) Entwarnung: Das Testergebnis sei negativ, so hieß es und sie könne daher ihrer Arbeit nachgehen. Also machte sich die Pädagogin ins Schulgebäude auf und betrat ihre Klasse. Und das unter Beachtung des gehörigen Mindestabstandes zu den Kindern und einem Fachkollegen, der heute zeitglich in der Klasse im Einsatz war. Und geschützt mit einem Mund-Nasen-Schutz ohne direkten Kontakt zu einem ihrer 27 Schülerinnen und Schüler.

Während des Vormittags ereilte sie dann ein zweiter Anruf aus ihrer Arztpraxis, in dem der behandelnde Arzt das zuvor als negativ bezeichnete Testergebnis revidierte. Der zweite der beiden Abstriche hatte ein positives Testergebnis gezeigt. Die Lehrerin verließ darauf umgehend das Schulgelände, die betroffene Schulklasse der 7. Jahrgangsstufe wurde nach Hause geschickt.

Die Situationsanalyse zeigt: Nach den geltenden RKI-Richtlinien gibt es keinerlei Veranlassung dazu, Schutzmaßnahmen für den Lehrerkollegen oder die Schülerinnen und Schüler einzuleiten. Tatsächlich hat es für alle Beteiligten aus medizinischer Sicht keine Infektionsgefahr gegeben. Alle Schutzmaßnahmen wurden eingehalten. Und dennoch: Zur besonderen Vorsicht legte das Gesundheitsamt dem gestern im Klassenraum anwesenden Lehrer und den 27 Schülerinnen und Schülern eine freiwillige häusliche Quarantäne auf und sorgte dafür, dass sie im Gesundheitsamt zum Ende der Quarantänezeit – wahrscheinlicher Testtag ist der 24. August – abgestrichen werden. Das gibt Sicherheit und Beruhigung für ihre Rückkehr in den Schulalltag.

Die Frage nach der Testung von Geschwisterkindern oder Eltern der betroffenen Kinder stellt sich nach medizinischer Fachansicht nicht. Hier gilt der RKI-konforme Grundsatz: Kontaktpersonen von Kontaktpersonen werden nicht verfolgt, in diesen Fällen besteht kein Ansteckungsrisiko. Quarantäne und Testung sind also nicht erforderlich.

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