Adenauers Garten

Rhöndorf Als Kölner Oberbürgermeister ließ er nach dem ersten Weltkrieg das „freizuhaltende preußische Schußfeld“ zum Grüngürtel umbauen. „Warum soll der Großstädter ein Höhlenbewohner sein, in dessen Mauern das Wachsen, Blühen und Welken der Natur nicht mehr zu sehen, zu spüren ist?“, fragte er damals.

Als die Nazis ihn aus seinem Amt vertrieben, ließ er sich in Rhöndorf ein Haus in den Sonnenhang eines ehemaligen Weinberges bauen. 4.000 Quadratmeter Steillage mit phänomenaler Weitsicht. Er ließ den Hang terrassieren, unzählige Mäuerchen bauen und pflanzte Obstbäume, Sträucher und Stauden. Im Krieg grub er alles um und pflanzte Gemüse, um die Familie zu ernähren.

Nach dem Krieg kamen stattdessen Rosen und mediterrane Pflanzen in die Beete. Absolut sehenswert, und anschließend kann man zum nahen Drachenfels wandern.

Sehr empfehlenswerte Lektüre, bevor man den Garten besucht. ‚Adenauer – Der Garten und sein Gärtner‘, Greven Verlag.

Adenauerhaus Sa-So 11-17 Uhr
Bad Honnef
Konrad-Adenauer-Straße 8c
www.adenauerhaus.de

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