„Goldene Lobby“ – Preis für Ministerpräsident Armin Laschet

NRW „Demokratie in Bewegung“ – die ehrgeizigste Partei seit den Piraten“, schreibt der Stern über die seit 3 Jahren bestehende Splitterpartei mit knapp 500 Mitgliedern. Da muss man schon laut schreien um gehört zu werden. Aus Hollywood kennt man den Anti-Oscar „Goldene Himbeere“ für den schlechtesten Film des Jahres (2020 übrigens „Cats“). Mit der Auszeichnung „Goldene Lobby“ will Parteivorsitzender Guido Drehsen wohl dem großen US-Vorbild im deutschen Politikbereich nacheifern. Was nicht einer gewissen Ironie entbehrt, da man als Partei ja selbst im Glashaus sitzt.

Immerhin 189 Facebook-Follower wählten in  „einem Kopf-an-Kopf-Rennen Armin Laschet für seine vorzügliche Lobbyarbeit für das Unternehmen Tönnies zum preiswürdigen Lobbyisten. „Er ermöglichte es diesem lange, Maßnahmen zum Schutz der Belegschaft und Ordnungsgelder zu verzögern. Mit nur drei Stimmen Vorsprung setzte er sich deshalb gegen seinen Mitkonkurrenten Sigmar Gabriel knapp durch. Dieser war wegen der Weitergabe seiner Kontakte in der Tönnies-Affäre nominiert“, schreibt die Partei.

„Demokratie in Bewegung“ will die Verleihung ab jetzt immer am 15. eines Monats stattfinden lassen, die Abstimmung dazu werde immer am 1. eines Monats auf sämtlichen Social-Media-Plattformen der Partei gestartet. Wer nichts Besseres zu tun hat, kann sich ja mal auf den Social-Media Seiten der Partei umschauen. Für ein paar Lacher sollte es allemal gut sein.

Paul Kalkbrenner ist Herausgeber des Bergischen Boten. Der gelernte Schriftsetzer studierte in Köln Visuelle Kommunikation und arbeitete als Designer, Fotograf und Redakteur unter anderem für Musikexpress, Prinz und die Autozeitung. In den 90er Jahren war er mit T-Shirts wie "Keine Macht den Doofen" erfolgreich. 2008 gründete er den Bergischen Boten. Er entspannt sich bei Gartenarbeit und ist leidenschaftlicher Musikfan. Er wohnt mit seiner Familie in Kürten.

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