Wie Diogenes im Fass und Peter Lustig im Bauwagen

Lindlar Camping mal völlig anders, denn Zelt und Wohnwagen kann ja jeder…..

Oberbüschem – das liegt zwischen Roderwiese und Abstoss, zwischen Raffelsiefen und Stelberg  und spätestens hier wird deutlich, dass es im „Campingpark im Bergischen Land“ ländlich und erholsam, weil abseits der Magistralen, zugeht. So ruhig es liegt, so innovativ ist die Betreiberfamilie Petra und Frank Baldsiefen. Gerade erst hat man das Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten wieder erweitert und bietet phantasievolle Nachtquartiere an, an die sich die Gäste lange erinnern werden.

Seit einiger Zeit schon kann man – Diogenes in der Tonne lässt grüßen – schon in drei Schlaffässern übernachten. Es schläft sich so rustikal wie naturverbunden „und wird sehr gut angenommen“, erzählt uns Petra Baldsiefen. Auch in „Büschems Box“, einem Minihaus in Würfelform, wohnt es sich erlebnisreich und nun kommt, ganz neu, das Campen im Bauwagen dazu. Man möchte an Peter Lustig denken, aber der Bauwagen bei Baldsiefens ist deutlich komfortabler ausgestattet als der seinerzeitige Namensgeber-Waggon  im Fernsehen.

Durch Zufall ist der Campingplatz an den Bauwagen gekommen. Ein Bekannter hatte ihn gebaut, um mit Traktor und Bauwagen im Schlepp durch die Welt zu fahren. Doch nach einer Tour verstarb der Erbauer und seine Witwe trennte sich von dem fahrenden Heim, das dann stationär in den Campingpark umzog. „Wir haben ihn jetzt umgebaut, hergerichtet und modernisiert. Jetzt ist eine komplette Küche darin, ebenso ein WC“, berichtet die Chefin. 

Zwei Personen können bequem im Bauwagen übernachten und die Gäste berichten von einer ganz eigenen, unvergleichlichen Stimmung, die sich einstellt. So wie Rico Bernshausen und Madleen Dreisbach aus Bad Laasphe. Sie bewohnen den Bauwagen, nachdem sie eigentlich ein Wohnfass buchen wollten, doch die Fässer bereits ausgebucht waren und als Alternative der Wagen in den Blick rückte. Vom Campingpark in Lindlar aus haben sie bereits mehrere Ausflüge unternommen und kehren abends stets gerne in das kleine Ferienreich von Petra und Frank Baldsiefen zurück, in den Campingpark mit Zelten und Wohnwagen, Ferienwohnung und Wohnmobil, mit der Box und dem Fass, einer Gaststätte und mannigfaltigen Sportmöglichkeiten, all das, was nun um den Bauwagen perfekt ergänzt wird. Camping, das kann so vielfältig sein …..

Gebürtiger Remscheider und ans Zeitungsmachen gekommen beim Remscheider General-Anzeiger: Stefan Aschauer-Hundt lernte beim "Tüpitter", war Pressesprecher bei der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer, Redakteur der Westdeutschen Zeitung und langjähriger Redaktions- und Technikleiter des Süderländer Tageblatt im Sauerland. Bei der Bundeszentrale für politische Bildung war er Mitglied im Projektteam Lokaljournalisten, einem Inkubator für journalistische Innovation. Stefan Aschauer-Hundt ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

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