KSK verspricht: Mit uns keine Negativzinsen

Köln Für vermögende Kunden erhebt die Kreissparkasse Köln auch weiterhin keine Negativzinsen. Das machte Kreissparkassen-Vorstandschef Alexander Wüerst bei der Vorstellung der Jahresbilanz 2019 deutlich. Allerdings bekam auch die Kreissparkasse die Auswirkungen der Niedrigzinspolitik zu spüren. 

„Wir erheben ein Verwahrentgelt erst ab einer Einlage von 500.000 Euro von Firmen, institutionellen Kunden und Kommunen. Für Privatkunden ist das derzeit nicht geplant“, erläuterte Wüerst. Einerseits sei die Rechtslage bei Strafzinsen für Privatkunden nicht klar, andererseits komme man „aktuell zurecht“, wie Wüerst betont. 

Laut Angaben des Vorstandschefs verzeichnete die Kreissparkasse Köln einen Zustrom von vermögenden Privatkunden aufgrund der fehlenden Negativzinsen. Das verwaltete Vermögen stieg insgesamt auf 1,88 Milliarden Euro. Etwa 12 Millionen Euro an Einlagenzinsen musste die Sparkasse insgesamt an die Europäische Zentralbank überweisen. 

Trotz einiger Erfolge im Kreditgeschäft hat die KSK Köln 2019 Verluste gemacht. Laut Angaben von Wüerst habe sich der Zinsüberschuss 2019 um 13 Millionen Euro reduziert. Wie die KSK bekannt gab, konnte auch ein gestiegener Provisionsüberschuss diesen Rückgang nicht komplett ausgleichen. 

Vier Milliarden Euro an neuen Krediten wurden vergeben. Das Anlagevolumen der Kunden stieg auf 1,1 Milliarden Euro an. Wie die KSK Köln weiter mitteilte, kletterte der Kreditbestand zum Jahresende auf 21 Milliarden Euro. 2,5 Milliarden Euro entfielen dabei auf Unternehmen und Selbstständige. Diese hätten die Darlehen hauptsächlich für Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen genutzt. 

Auch die Nachfrage nach Betriebsmittelkrediten sei 2019 eher verhalten gewesen. Der Kreditbestand der KSK Köln bei Unternehmen lag Ende 2019 bei 11,4 Milliarden Euro. Über alle Kundengruppen hinweg konnte der Darlehensbestand auf 21 Milliarden Euro ausgebaut werden. Mit insgesamt 3.558 Beschäftigten kam die KSK Köln unterm Strich auf einen Gewinn vor Steuern von 107 Millionen Euro.

Neben dem Kreditgeschäft standen die Einlagen und Wertpapiere im Fokus der Jahresbilanz 2019. Insgesamt haben die Kunden der KSK Einlagen und Wertpapiere in Höhe von 1,1 Milliarden Euro gebildet. Laut Angaben des Geldinstituts ist dies ein Plus von 300 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Darüber hinaus erhöhte sich der Einlagenbestand auf 15,2 Milliarden Euro. 

Dennoch hätte das vergangene Jahr gezeigt, dass ein Großteil der Kunden weiterhin zurückhaltend bei Aktienanlagen ist. Wüerst bedauerte die Rückläufigkeit des Wertpapiergeschäfts und empfahl den Kunden der KSK, in Wertpapiere zu investieren. 2019 lag der Absatz von Wertpapieren mit 313 Millionen Euro mehr als 60 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert.

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