Jetzt in Immobilien: Bensberger Bank hat neues Geschäftsfeld

Bergisch Gladbach Die Bensberger Bank hat gemeinsam mit zwei weiteren Geschäftspartnern die Teamwerk Immobilien GmbH gegründet und steht laut eigener Aussage den Kunden bei der Suche nach der passenden Immobilie zur Seite. „Die neue Gesellschaft ist bewusst als Franchise-System aufgebaut. Die Franchise-Nehmer sind die Immobilienmakler“, so Jürgen Füllenbach, Vorstand. 

Mit der Gründung der Immobilien-Tochter wolle man die Expertise außerhalb des Bankgeschäfts erweitern. „Aus diesem Grund haben wir uns zwei weitere Geschäftspartner an Bord geholt“, so Füllenbach. Bedingung sei gewesen, dass die Bank die mehrheitlichen Anteile an der Gesellschaft hat. Wegen der verstärkten Nachfrage der Kunden habe man sich zur Gründung entschieden.

Weniger erfreulich für die Genossenschaftsbank war die rückläufige Mitgliederentwicklung. So hätten 2019 insgesamt 8.664 Mitglieder Genossenschaftsanteile an der Bank gehabt. Unter anderem sei dies auch auf den Tod einiger Mitglieder im vergangenen Jahr zurückzuführen. 

Mit der Einführung eines neuen Systems und dem Wechsel des Kernbankverfahrens hat die Bensberger Bank einen Großteil des vergangenen Jahres verbracht. Eine Herausforderung dabei war es, „die Umstellung des Systems im laufenden Geschäftsbetrieb zu vollziehen“, erläutert Olaf Schmiedt, Vorstand der Bensberger Bank, bei der Vorstellung der Jahresbilanz.

Künftig hätten die Kunden die Möglichkeit, Bankgeschäfte einfacher zu erleben. Die Bank nutzt dabei in immer stärkerem Maße die Möglichkeiten der Digitalisierung. „Wir möchten unseren Kunden auch digital ein Vollsortiment anbieten und können dies mit unseren Mitarbeitern auch abdecken“, sagt Füllenbach. 2019 habe die Bensberger Bank viel Geld in die fachliche Ausbildung der Mitarbeiter gesteckt. „Unsere Beschäftigten verfügen nun zum Beispiel über Steuerfachwissen“, so Füllenbach. Zudem gab die Bank bei der Jahresbilanz bekannt, dass es trotz anhaltender Niedrigzinsphase Zuwachs im Bereich der vermögenden Privat- und Firmenkunden gab. Unter anderem wären Kunden von Privatbanken zu der Genossenschaftsbank gewechselt. „In den vergangenen Jahren haben wir uns einen guten Ruf erarbeitet“, so Schmiedt.

Mit einem Bilanzwachstum von rund 12 Millionen Euro und einer Bilanzsumme von rund 538 Millionen Euro verzeichnete die Bank 2019 ein Wachstum von 2,3 Prozent. Private sowie gewerbliche Immobilienfinanzierungen bildeten den Schwerpunkt im Aktivbereich. Darüber hinaus verzeichnete die Bank eine Volumensteigerung von etwa 20 Millionen Euro. Im Vergleich zu 2018 seien das mehr als 3,8 Prozent.

Gebürtiger Remscheider und ans Zeitungsmachen gekommen beim Remscheider General-Anzeiger: Stefan Aschauer-Hundt lernte beim "Tüpitter", war Pressesprecher bei der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer, Redakteur der Westdeutschen Zeitung und langjähriger Redaktions- und Technikleiter des Süderländer Tageblatt im Sauerland. Bei der Bundeszentrale für politische Bildung war er Mitglied im Projektteam Lokaljournalisten, einem Inkubator für journalistische Innovation. Stefan Aschauer-Hundt ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

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