Weiterleben heißt, Baum zu pflanzen

Bergisch Gladbach Selten war Martin Luthers vielzitierter Satz über die Aussichten der  Welt und das Pflanzen eines Apfelbäumchens in schweren Zeiten aktueller als heute. „Wir fühlten uns so angesprochen von der Aktion des Bergischen Boten, für jede Ausgabe einen Baum zu pflanzen“, sagte Stefan Jankowski, Geschäftsführer der WHB Refrath – Wohnen für Behinderte. So bewarb er sich um einen Boten-Baum und bekam erst  den Zuschlag, dann den Apfelbaum der Sorte Topaz.

Vor großer Kulisse wurde der Baum an der Wohnanlage in Refrath gepflanzt. Mit Mundschutz und in gebührendem Abstand hatten sich Mitarbeiter und Bewohner der Einrichtung eingefunden, um zu verfolgen, wie der Baum erst vorgefahren, dann eingepflanzt und gewässert wurde. In Zeiten, in denen die 47 Bewohner des Hauses als Corona-Risikogruppe im und am Heim bleiben müssen, ist jede Abwechslung hochwillkommen. „Normalerweise arbeiten unsere Bewohner in der benachbarten Werkstatt der Lebenshilfe oder in Betrieben bis hinein nach Köln“, erklärt Heimleiter Lutz Gerresheim. Corona-bedingt haben die fleißigen Menschen nun aber Zwangspause. Da kam das Spektakulum des Apfelbaumpflanzens gerade recht!

Boten-Verleger Paul Kalkbrenner und Stein- und Gartenkünstler Michael Flossbach holten das bereits zehn Jahre alte Prachtexemplar in der Kürtener Baumschule Andreas Fiedler ab und transportierten es spektakulär mit dem LandRover-Anhängerzug von Flossbachs Firma Nature‘s Art nach Refrath. Der Apfelbaum mit der stattlichen Höhe von drei Metern und als Spalierobst in die Breite gezüchtet, machte bereits optisch etwas her. Gerresheim: „Mit einem so großen Baum hatten wir nicht im Entferntesten gerechnet – ein Traum!“ Mit tatkräftiger Hilfe der Bewohner und des Hausmeisters Rudi Fuchs wurde der Baum vom Parkplatz zum Haus bugsiert, wo mitten auf einem sonnenbeschienenen Rasenfleck das Pflanzloch ausgehoben, der Baum eingesetzt wurde.

Michael Flossbach hat für die Ausgabe 2-2020 des Bergischen Boten den Grauwacke Findling graviert.

Michael Flossbach richtete  den „Topaz“ aus, platzierte dann den Grauwacke-Findling mit dem Emblem des Bergischen Boten. Spontaner Beifall – und Geschäftsführer Stefan Jankowski ordnete die Aktion ein: „Der Apfelbaum ist das Symbol des Neuanfangs. Das hier ist ein Beitrag der Liebe.“

Für den Bergischen Boten sagte Verleger Paul Kalkbrenner, dass ihm ein Beitrag zur Verbesserung der Klimabilanz ein inneres Anliegen sei, weswegen er pro Ausgabe einen Apfelbaum stifte. Dem Refrather Exemplar wünschte er bereits in diesem Jahr einen reichen Ertrag und den Bewohnern des Hauses manchen leckeren Apfelkuchen.

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Teilnahmeberechtigt sind öffentliche -Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten, private Initiativen, die ihre Gemeinde verschönern möchten, und ähnliche.

Gebürtiger Remscheider und ans Zeitungsmachen gekommen beim Remscheider General-Anzeiger: Stefan Aschauer-Hundt lernte beim "Tüpitter", war Pressesprecher bei der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer, Redakteur der Westdeutschen Zeitung und langjähriger Redaktions- und Technikleiter des Süderländer Tageblatt im Sauerland. Bei der Bundeszentrale für politische Bildung war er Mitglied im Projektteam Lokaljournalisten, einem Inkubator für journalistische Innovation. Stefan Aschauer-Hundt ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

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