Weil es immer wieder kracht: Motorräder gebremst

Wermelskirchen / Burscheid Dem Rheinisch-Bergischen Kreis und der Kreispolizeibehörde hat es jetzt gereicht. Den Anliegern der Kreisstraße 18 zwischen Dabringhausen und Hilgen reicht es indes schon längst mit Motorradlärm und Unfällen mit Zweirädern. Nach einer nicht enden wollenden Serie von schweren Verkehrsunfälle wegen überhöhter Geschwindigkeit von Motorrädern, aber auch von Autos gilt ab sofort Tempo 50 in der einen und Tempo 60 in der anderen Richtung. 

Der Wermelskirchener Ratsherr Norbert Galonska (SPD) hatte seine Fraktion und den Landrat mit dem seit Jahren bekannten Problem konfrontiert:„Wir haben uns an den Landrat gewandt, um ihn bei dem unsäglichen Problem Motorradlärm ins Boot zu holen.“  Der habe gehandelt; die Kreisverwaltung habe die Geschwindigkeitsreduzierung angewiesen und die Beschilderung in die Wege geleitet.

Mehr noch: Galonska berichtet, dass die Kreisstraße 18 künftig intensiv überwacht werde.  „Während der Motorradsaison werden von der Polizei vier Kradfahrer sieben Tage die Woche zur Verkehrsüberwachung abgestellt, darunter ein Krad mit mobilem Verkehrsüberwachungssystem.“

Die Maßnahmen gelten dann nicht nur der Strecke Hilgen – Dabringhausen, sondern auch den weiteren „Motorradstrecken“ rund um Dabringhausen, Burscheid, Kürten, Dhünn und Hückeswagen. Das berichtet die CDU Dabringhausen. Man traf sich mit Landrat Stephan Santelmann, mit Mitgliedern des Arbeitskreises Motorradlärm und „lärmgeplagten Anwohnern“ der L 101, L 294, L 409 und K18 vor Ort, um zu beratschlagen, wie Abhilfe geschaffen werden könne. Herausgekommen sei, dass nicht nur auf der K18, sondern auch auf der L294 (Burscheid – Witzhelden – Leichlingen) die Geschwindigkeit reduziert werde. Ziel soll generell sein, diese Strecken für Raser mit Motorrad als auch Auto uninteressant zu machen und insbesondere Radfahrer und Wanderer auf diesen Straßen zu schützen.

Gebürtiger Remscheider und ans Zeitungsmachen gekommen beim Remscheider General-Anzeiger: Stefan Aschauer-Hundt lernte beim "Tüpitter", war Pressesprecher bei der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer, Redakteur der Westdeutschen Zeitung und langjähriger Redaktions- und Technikleiter des Süderländer Tageblatt im Sauerland. Bei der Bundeszentrale für politische Bildung war er Mitglied im Projektteam Lokaljournalisten, einem Inkubator für journalistische Innovation. Stefan Aschauer-Hundt ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

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