Neue Kollegen bei der Stadtentwässerung

Wipperfürth Seit etwa zwei Wochen gibt es vierbeinige Unterstützung für die Mitarbeiter der Stadtentwässerung. Eine Herde mit derzeit insgesamt 15 großen und kleinen Schafen sorgt dafür, dass das Gras auf den städtischen Außenanlagen kurz bleibt.

Bereits im letzten Jahr kam der Kontakt zwischen einem Mitarbeiter des Wupperverbandes und der Stadtverwaltung zustande. „Ob wir Interesse daran hätten, Schafe für unsere Außenanlagen einzusetzen, lautete die an uns herangetragene Idee“, berichtet Armin Kusche, Leiter der Abteilung Stadtentwässerung von dem ersten Gespräch mit dem Besitzer der Schafherden. „So könne sich die Stadt doch die Kosten für die aufwändigen Mäharbeiten sparen.“ Der Mitarbeiter des Wupperverbandes hatte zu dem Zeitpunkt bereits einige Tiere erfolgreich auf den Außenanlagen seines Arbeitgebers im Einsatz.

„Nachdem der Anfrage auch baurechtlich entsprochen werden konnte, haben wir dann natürlich gerne unsere Zustimmung erteilt“, erläutert Armin Kusche weiter. Eine baurechtliche Prüfung war in dem Zusammenhang erforderlich, weil sich einige Grünanlagen der Stadtentwässerung in unmittelbarer Nähe zu Wohnsiedlungen befinden.

„Wir haben hiermit jetzt eine tierische Win-Win-Situation geschaffen“, formuliert es Armin Kusche treffend. Damit ist die Tatsache gemeint, dass alle Beteiligten von dieser neuen Kooperation profitieren. Die Stadt spart Kosten, die normalerweise über die Entwässerungsgebühren auf die Bürgerinnen und Bürger umgelegt werden müssten, und die Schafe haben immer frisches Futter und genug Auslauf.

Seit rund zwei Wochen grasen die Tiere auf einer großzügigen Grünfläche am Ortseingang von Thier und fühlen sich dort sichtlich wohl. Eine zweite Herde soll in Kürze an einen weiteren Standort gebracht werden.

Insgesamt sind vorerst fünf städtische Anlagen ausgewählt, auf denen die Tiere nach und nach untergebracht werden sollen. Wenn sich das Experiment bewährt, dann sollen die Schafe dauerhaft den Rasenschnitt für die Stadt erledigen und die Gebührenzahler von Personalkosten entlasten. Und nicht zuletzt unter ökologischen Gesichtspunkten ist dies eine hervorragende Alternative zur konventionellen Grünflächenpflege.

 

 

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