Kuno im Einsatz für die Jugendarbeit

Wipperfürth „Also, hier haben die Aerosole wirklich keine Chance“, lacht Gaby Eck. Ihr Gesicht ist ordnungsgemäß mit Mund-Nasenschutz bedeckt, an ihren Augen erkennt man ihr Lachen trotzdem ganz deutlich. Hannah Blaß versucht mit den Kindern, einen Drachen steigen zu lassen, bevor es mit dem Basteln und Spielen weiter geht.

Vor dem roten Bauwagen der Jugendkunstschule (KuBa) wurden mit genügend Abstand zueinander einige Tische und Bänke auf- gebaut. Dort können die Kinder Platz nehmen, um zu malen, etwas zu werken oder ein interessantes Buch zu lesen. Das Kunstmobil Kuno ist von der Jugendkunstschule ausgeliehen, um genau dort Angebote für Kinder machen zu können, wo der Bedarf an abwechslungsreicher Freizeitgestaltung aktuell am größten ist.

„Uns war es wichtig, wieder Kontakt zu den Kindern zu bekommen. Wir hören, wie es den Kindern geht und helfen notfalls auch bei den Hausaufgaben“, verrät Gaby Eck. Die Kinder aus den Häusern der Leie-Siedlung sind in kleiner Anzahl erschienen. Das hat seinen Grund, denn die Aktion ist mit Anmeldungen verbunden und gut vorbereitet. So kommen zeitlich getaktet immer nur Kinder aus einer Familie gleichzeitig für zwei Stunden, um von den beiden Mitarbeiterinnen des Jugendamtes betreut zu werden.

Kinder ab dem Schulalter haben ebenfalls eine Mund-Nase-Bedeckung an, waschen sich erstmal gründlich die Hände, sobald sie am Kuno ankommen, und können sich gut an die Regeln halten. Das Angebot findet ausschließlich draußen im Freien vor dem Kunstmobil statt, bei leichtem Regen schützt ein Pavillon die Teilnehmer vor dem Wetter.

Auch die nächsten Termine am Kuno sind schon ausgebucht. Wie lange genau das Angebot nun aufrecht erhalten bleibt, steht noch nicht fest; dies hängt maßgeblich davon ab, wie sich die Lage rund um das Corona-Virus weiter entwickeln wird. Mit dem Angebot des Wipperfürther Jugendamtes kehrt für die Familien auf der Leie jedenfalls ein Stück Normalität und die Möglichkeit für Gespräche mit ihren Vertrauenspersonen zurück. „Schön, dass ihr wieder da seid“, sprechen die Kinder es aus.

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