32.500 Euro für hochmodernes Beatmungsgerät

Bergisch Gladbach Mit einer Spende von 32.500 Euro unterstützt der Förderverein des Evangelischen Krankenhauses Bergisch Gladbach die Anschaffung eines hochmodernen Beatmungsgerätes. Anfang April hatte der Förderverein über seinen vierteljährlichen Bittbrief den Spendenaufruf gestartet. „Wir sind überwältigt von dieser großen Spendenbereitschaft und danken allen Spenderinnen und Spendern sehr herzlich“, sagt Cornelia Lübbe-Roggen, Vorsitzende des Fördervereins.

Im Zuge der Corona-Pandemie hat das EVK seine intensivmedizinischen Kapazitäten erweitert. Bei schweren COVID-19-Fällen ist häufig eine künstliche Beatmung vonnöten. Das neue Beatmungsgerät ist aber auch unabhängig von Corona eine Investition in die medizinische Leistungsfähigkeit des Krankenhauses. Es vereint drei Möglichkeiten, Patienten zu beatmen beziehungsweise die natürliche Atmung zu unterstützten.

„Wir können mit dem Beatmungsgerät invasiv, also mit Tubus, und nicht-invasiv mit Maske einen Patienten beatmen“, erklärt Dr. med. Thomas Stevens, Chefarzt der Pneumologie am EVK. „Die dritte Möglichkeit ist die sogenannte High-Flow Sauerstofftherapie, bei der dem Patienten der Sauerstoff zusammen mit Druckluft und Atemluftbefeuchtung zugeführt wird.“

Ein weiterer Pluspunkt: Das Beatmungsgerät verfügt über eine integrierte Hochleistungsturbine und ist nicht auf eine externe Druckluftzufuhr angewiesen. Es kann außerdem über mehrere Stunden mit einem Akku betrieben werden. „Beides ermöglicht einen schnellen, flexiblen und schonenden Einsatz für den Patienten, ganz besonders in Notsituationen“, sagt Dr. med. Manfred Molls, Chefarzt der Intensivmedizin am EVK.

Die Corona-Pandemie habe deutlich aufgezeigt, wie wichtig eine starke regionale Gesundheitsversorgung ist, betont EVK-Geschäftsführer Dr. Harald Januschewski: „Die Bevölkerung erkennt dies an und unterstützt uns in unserer Arbeit. Dafür sind wir sehr dankbar.“

Gerade für kleinere Krankenhäuser wie das EVK bedeutet die Corona-Pandemie eine erhebliche finanzielle Belastung, wie Dr. Januschewski erklärt. Ein zusätzliches Intensivbett verursacht Kosten von etwa 85.000 Euro. Über das Hilfspaket der Bundesregierung wurde den Kliniken ein Zuschuss von 50.000 Euro zugesagt. Die Finanzierungslücke muss aus eigener Kraft geschlossen werden.

Inzwischen konnten auf Empfehlung des NRW-Gesundheitsministeriums wieder mehr Betten- und Untersuchungskapazitäten für Nicht-COVID-19-Patienten freigegeben werden. Das EVK möchte weiterhin als Hochleistungsklinik mit individuellen Behandlungsangeboten nach modernsten medizinischen Standards ein verlässlicher Gesundheitspartner in der Region sein, sagt Dr. Januschewski: „Unser Anspruch ist, der Bevölkerung Spitzenmedizin von Top-Ärzten zu bieten.“

Dafür ist das Evangelische Krankenhaus Bergisch Gladbach auch auf die Unterstützung des Fördervereins angewiesen, der seit über 50 Jahren viele Projekte unterstützt, die von staatlichen Stellen oder Krankenkassen finanziell nicht getragen werden. Cornelia Lübbe-Roggen hofft deshalb, dass der große Zuspruch aus der Bevölkerung auch weiterhin anhält: „Ein so gut aufgestelltes Krankenhaus wie das EVK hilft der gesamten Region.“

 

Spendenkonto:

Förderverein Evangelisches Krankenhaus Bergisch Gladbach
IBAN: DE61 3706 2600 3702 4380 11
VR Bank eG Bergisch Gladbach-Leverkusen

 

 

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