Weltwassertag: Wasser und Klimawandel

Wipperfürth „Gerade in diesen bewegten Zeiten, in denen uns die Verbreitung des Coronavirus auf ein besonderes Maß an Hygiene wie zum Beispiel das Händewaschen achten lässt, wird uns eindeutig klar, wie wichtig sauberes Trinkwasser als Lebensmittel, zur Sicherstellung von Hygiene und für Krankheitsbekämpfung ist. Deshalb ist es wichtig, dass wir sehr sorgsam mit dem Gut Wasser umgehen und uns bewusst sind, dass wir im Bergischen einen wertvollen ‚Wasser-Schatz‘ haben“, so Jens Langner, Geschäftsführer der BEW Bergischen Energie- und Wasser-GmbH (BEW), die in der Region die Städte Hückeswagen, Wermelskirchen und Wipperfürth mit Wasser versorgt.

Wasserversorgung in Wipperfürth und Wermelskirchen

Die Wipperfürther bekommen ihr Wasser vor allem aus der Genkeltalsperre. Im benachbarten Wasserwerk Erlenhagen wird es über mehrere Stufen aufbereitet, schließlich zum Hochbehälter Steinberg gepumpt und in das Trinkwassernetz der BEW eingespeist. 81 Millionen m³ fasst die Große Dhünn-Talsperre des Wupperverbands. Hundertausende Menschen im Bergischen, darunter auch die Stadt Wermelskirchen und auch ein kleiner Teil von Hückeswagen beziehen ihr Trinkwasser hieraus. Trotz der trockener Sommer 2018 und 2019 konnten die Talsperren die Städte und auch die umliegenden Großstädte problemlos beliefern. Nach den letzten Regenfällen sind die Talsperren jetzt wieder gut gefüllt und auch der Grundwasserspiegel erholt sich langsam.

Wasserversorgung in Hückeswagen

Hückeswagen bekommt sein Trinkwasser hauptsächlich aus dem Wasserwerk Kleineichen. 80 Kubikmeter Wasser holen die Pumpen pro Stunde im Wasserwerk Kleineichen aus 30 Metern Tiefe an die Erdoberfläche und über große dicke, grüne Rohre wird es in erster Linie in das Hückeswagener Trinkwassernetz eingespeist. Wird die Wassermenge nicht von den Hückeswagener Haushalten abgenommen, wird der Hochbehälter Am Raspenhaus gefüllt. Der Hochbehälter dient zur Zwischenspeicherung des Trinkwassers. Auf diese Weise können tageszeitliche Schwankungen in der Nachfrage ausgeglichen werden. Zu Spitzenzeiten in den frühen Morgenstunden oder in den Abendstunden werden in Hückeswagen Spitzenlasten von 120 m³/Stunde erreicht. Außerdem gewährleistet der Hochbehälter durch seine Höhenlage den notwendigen Wasserdruck im Leitungsnetz.

Das Wasserwerk Kleineichen wird rund um die Uhr fernüberwacht. Das geförderte Wasser unterliegt einer ständigen Kontrolle, bei der die chemischen, biologischen und physikalischen Eigenschaften des geförderten Grundwassers analysiert werden. Sollte es einmal einen technischen Defekt im Wasserwerk geben, sind in den Hochbehältern ausreichend Reserven vorhanden. Und für den Notfall, dass diese nicht mehr durch das Wasserwerk Kleineichen befüllt werden, erfolgt eine automatische Befüllung über eine Transportleitung vom Wasserversorgungsverband Rhein Wupper von der Westhoferhöhe.

Seit 1993 wird der Weltwassertag  am 22. März durchgeführt

Ziel des von der UNESCO ins Leben gerufenen Weltwassertages ist es, auf die Bedeutung des Wassers als Lebensgrundlage für die Menschheit aufmerksam zu machen.  In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Wasser und Klimawandel“ und soll verdeutlichen, wie eng die Themen Wasser, Natur und Klimawandel miteinander verbunden sind. Die letzten beiden trockenen Sommer haben gezeigt, dass auch ein wasserreiches Land vor Veränderungen steht und sich anpassen muss.

In Deutschland fließt klares, sauberes Wasser aus der Wasserleitung. Dieses kann unbedenklich getrunken oder zur Zubereitung von Speisen verwendet werden. Ein Luxus, besonders wenn man bedenkt, dass weltweit rund 1,8 Milliarden Menschen kein sauberes Wasser zur Verfügung haben. Achtzig Prozent aller Erkrankungen in den Entwicklungsländern sind ganz eng mit den dort vorherrschenden Trinkwasserverhältnissen in Verbindung zu bringen. Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel und unabkömmlich für Hygiene und Krankheitsbekämpfung.

 

 

Hinterlasse einen Kommentar