30.000 für Hospiz im EVK

Hospiz des Evangelischen Krankenhauses

Bergisch Gladbach Das stationäre Hospiz am Evangelischen Krankenhaus verfügt über acht möblierte Gästezimmer, jeweils mit eigenem Bad, Internet und TV. Jedes Zimmer hat Zugang zu einer dem Gast zugehörigen Terrasse. Die Gäste werden von kompetenten, speziell ausgebildeten Pflegekräften umsorgt. Das Pflegeteam wird unterstützt von gut aus- und weitergebildeten ehrenamtlichen Mitarbeitern und Sozialarbeitern.

Eine Aufnahme in das Hospiz ist unabhängig von der finanziellen Situation des Gastes möglich, da kein Eigenanteil fällig wird. Die Hospizfinanzierung geschieht durch die Kranken- und Pflegekassen, welche die Kosten allerdings nicht zu 100% tragen. Daher ist das stationäre Hospiz am EVK auf finanzielle Unterstützung durch Spenden angewiesen.

Mit einer großzügigen Spende hat der ambulante Hospizverein „Die Brücke“ die Ausstattung des neuen stationären Hospizes des Evangelischen Krankenhauses Bergisch Gladbach (EVK) unterstützt. Mit dem Geld konnten die Dinge angeschafft werden, „die unser Hospiz schön und gemütlich machen“, freut sich Pflegedienstleiterin Monika Meihack, die sich mit ihrem Team seit gut einem Monat um die Gäste kümmert.

Insgesamt 30.000 Euro hat der Hospizverein „Die Brücke“ für Möbel, Dekoration und weitere kleine Annehmlichkeiten gespendet. „Wir haben schon vor einigen Jahren begonnen, finanzielle Rücklagen zu bilden, um dem seinerzeit geplanten Hospiz einen guten Start zu verschaffen“, so der Vorsitzende des Hospizvereins, Dr. Rainer Fischer. Geholfen hat dabei auch eine Erbschaft. „Eine frühere Mitarbeiterin des EVK hat uns die Hälfte ihres Hauses vermacht mit dem ausdrücklichen Wunsch, für das stationäre Hospiz zu spenden“, erklärt Dr. Fischer.

Unter anderem wurde mit dem Geld auch die Ausstattung für den sogenannten Raum der Stille finanziert. „Der Raum dient als Rückzugsort für unsere Gäste, deren Angehörige und unsere Mitarbeiter“, sagt Pflegedienstleiterin Monika Meihack. Neben einem Sofa, weiteren Möbeln und dekorativen Kleinigkeiten findet sich eine echte Besonderheit an der Wand – der „Engel der Kulturen“ der Künstler Gregor Merten und Carmen Dietrich aus Burscheid.

Das Kunstprojekt soll der Förderung des interkulturellen und interreligiösen Dialogs dienen. Die Skulptur zeigt die Symbole Stern, Halbmond und Kreuz, die im Zusammenspiel einen Engel darstellen. Die beiden Künstler reisen seit über zehn Jahren mit der Kunstaktion durch die Welt. „Wir freuen uns sehr, dass es diese Einrichtung hier gibt und wir uns mit dem ‚Engel der Kulturen’ beteiligen dürfen“, sagt das Künstlerpaar.

Im Hospiz am EVK soll die Skulptur unterstreichen, dass jeder Gast unabhängig von seiner Religion oder Konfession willkommen ist und auf Wunsch auch spirituell und seelsorglich begleitet wird. Neben der großen Skulptur an der Wand im Raum der Stille haben die Künstler für das Hospiz am EVK auch mehrere kleine Versionen gefertigt. Diese werden neben die Tür der Gästezimmer gehängt, wenn der Gast verstorben ist, aber noch in seinem Zimmer liegt. „Das war die Idee unserer Mitarbeiter“, berichtet Meihack.

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